Sie sind hier: Dachverband Gemeindepsychiatrie

Netzwerke in und mit der Gemeindepsychiatrie - Gemeinsame Zukunft und Herausforderung

Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V.

Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V.

Jahrestagung vom 8. - 10.9.2010 im Wissenschaftspark in Gelsenkirchen

Der Netzwerkgedanke als professionelle Strategie zur Realisierung einer qualitativ guten und sozialraumorientierten Versorgung einer Region ist die Basis aller professionellen Zukunftsausrichtungen in der sozialen und therapeutischen Arbeit. Die Akteure der psychiatrischen Versorgung haben punktuell viel Erfahrung mit gelungenen Vernetzungsprojekten in ihrer Region. Jede Organisation von Hilfen für psychisch erkrankte Menschen hat in der Vergangenheit ihre eigene therapeutische und marktwirtschaftliche Ausrichtung bestimmt und organisiert.
Und im Mittelpunkt sollte der Mensch stehen mit seinen individuellen Bedürfnissen ...
Ziel ist es, Modelle und Strukturen zur Etablierung von funktionierenden und übertragbaren Netzwerken vorzustellen und dabei auch „den Blick über den Tellerrand“, hin zu Ergebnissen anderer Disziplinen zu erfolgreicher Netzwerkarbeit an die Teilnehmer zu vermitteln. Die Tagung selbst wird veranstaltet seitens des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie mit der Bundespsychotherapeutenkammer, der Stadt Gelsenkirchen, den DV Landesverbänden AGpR und AGT.

Diese Tagung wird unterstützt durch die KKH.
KKH Allianz
  [ mehr ]

Verleihung des Diotima-Ehrenpreises

Diotima-Ehrenpreis für Verdienste in der Versorgung schwer psychisch kranker Menschen an Dachverband Gemeindepsychiatrie und Thomas Bock verliehen

Die deutsche Psychotherapeutenschaft hat zum zweiten Mal den Diotima-Ehrenpreis verliehen. Die diesjährigen Preisträger sind Prof. Dr. Thomas Bock und der Dachverband Gemeindepsychiatrie. Mit dem Diotima-Ehrenpreis werden dieses Jahr eine Person und eine Organisation geehrt, die sich in besonderem Maß um die Versorgung schwer psychisch kranker Menschen verdient gemacht haben. Die Preise wurden am 7.5.2010  im Rahmen des 16. Deutschen Psychotherapeutentages in Berlin übergeben.

 Vorsitzender Faulbaum-Decke mit Prof Dr. Bock [ mehr ]

Tagung Menschen mit Traumaerfahrung in Köln am 28.10.2010

Menschen mit Traumaerfahrung Eine Herausforderung in der (gemeinde)psychiatrischen Arbeit

Die Fachtagung findet am 28.10.2010 in der Fachhochschule Köln, Mainzer Str. 5, statt. Der Kölner Verein für Rehabilitation e.V. veranstaltet sie gemeinsam mit der Rheinischen Gesellschaft für soziale Psychiatrie e.V. und der Staatl. Fachhochschule Köln.


Begegnungen mit Menschen, die an traumatischen Erlebnissen leiden, gehören für psychiatrisch Tätige zum Alltag. Dennoch entstehen immer wieder besondere Herausforderungen. Die Tagung soll Raum geben, drängende Fragen und Verunsicherungen zu bearbeiten.

Die Veranstaltung soll Fachwissen vermitteln und helfen psychiatrisches Vorgehen als möglicherweise (re-)traumatisierendes Ereignis wahrzunehmen. Sie werden Selbsthilfeansätze kennen lernen, Handlungsorientierung für den gemeindepsychiatrischen Alltag gewinnen und Informationen für den Notfall bekommen. Das Programm lässt Raum für Nachfragen. Wir wünschen allen Tagungsgästen eine interessante Veranstaltung! [mehr]

Rheinische Fachtagung am 7.10.2010

Rheinische Fachtagung

Junge Volljährige zwischen Nachsozialisationsbedarf und Krankheitsbewältigung – veränderte Anforderungen an die Gemeindepsychiatrie?

Veranstaltungsort: Das Mutterhaus, Hotel- und Tagungszentrum, Geschwister-Aufricht-Straße 1, 40489 Düsseldorf

Teilnehmerkreis: Fachkräfte aus Jugendämtern, gemeindepsychiatrischen Einrichtungen und Diensten sowie aus Jugendhilfeeinrichtungen im Rheinland
Ansprechpartnerin: AGpR, Gabriele Persien, Falkstr. 73-77, 47058 Duisburg
Tel.: 0203/30511-305 vormittags, Fax: -306
E-Mail:
persien@agpr-rheinland.de
www.agpr-rheinland.de

[mehr]


Fachtagung des LVPE Rheinland-Pfalz 2010

Anti-Entstigmatisierung: Wunsch und Wirklichkeit

LVPE Rheinland-Pfalz e.V.

Das Thema der diesjährigen Fachtagung wurde ausgewählt, weil in Deutschland in den letzten Jahren Langzeitarbeitslosigkeit zu einem Massenphänomen und Dauerthema geworden ist. Das Stigma, welches auch in unserer Zeit psychiatrischen Diagnosen immer noch anhaftet, ist für sich allein schon würdelos genug. Der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Rheinland-Pfalz e.V. kämpft seit 15 Jahren dafür, diesen Diagnosen den Schrecken zu nehmen und das Pseudo-Wissen um ihre Unheilbarkeit auszurotten.
Weitere Informationen im Internet und in diesem Flyer.

Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen

Aktionsbündnis Seelische Gesundheit

Die Studie des Aktionsbündnisses zu Maßnahmen zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen, die im vergangenen Jahr im Rahmen eines BMG Projekts erstellt wurde, ist nun als barrierefreies PDF veröffentlicht. Sie kann hier auf der Website des Aktionsbündnisses heruntergeladen werden.

Mitgliedschaften und Engagement

Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Es wird viel geklagt über zurückgehendes Bürger-Engagement in Parteien und Organisationen. Aber ein genauer Blick zeigt: Die Mitgliedschaft bleibt für viele Bürgerinnen und Bürger eine wichtige Form gesellschaftlichen Engagements, nur setzen sie neue Akzente. Kleine Parteien und Umweltorganisationen gewinnen, große Parteien, Gewerkschaften und die großen Kirchen verlieren Mitglieder. Die WZB-Forscher/innen Dietmar Dathe, Eckhard Priller und Marleen Thürling haben die langfristige Entwicklung der Mitgliedszahlen in gesellschaftlichen Organisationen untersucht und zeichnen im neuen »WZBrief Zivilengagement« ein differenziertes Bild.

Der WZBrief im Wortlaut (PDF)


Bundessozialgericht zu Gewährung von Soziotherapie

BundessozialgerichtDer 1. Senat des Bundessozialgerichts hat ohne mündliche Verhandlung am 20. April 2010 für Recht erkannt:

Die Revision der Beklagten (AOK) gegen das Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 16. September 2008 wird zurückgewiesen. Die Beklagte trägt auch die Kosten des Revisionsverfahrens. Die Beteiligten stritten über die Pflicht der Beklagten (AOK), der Klägerin über einen Dreijahreszeitraum hinaus weitere Soziotherapie zu gewähren.

Die 1945 geborene Klägerin ist bei der beklagten AOK (KK) versichert. Sie leidet an einer
schweren psychischen Erkrankung aus dem Bereich des schizophrenen Formenkreises. [mehr] 


Dokumentation des Fachtages "Zukunft der ambulanten Soziotherapie für psychisch Kranke"

Zehn Jahre nachdem die Soziotherapie gesetzlich verankert wurde, haben die am "Kontaktgespräch" teilnehmenden psychiatrischen Verbände am 24. Februar 2010 in Kassel 150 Fachleute aus Politik, Verwaltung und Praxis zu einem Fachtag zur Zukunft der ambulanten Soziotherapie eingeladen. Im Fokus der Fachtagung standen die zentralen Fragen zur bislang fehlenden flächendeckenden Umsetzung und Handlungsoptionen zur Verbesserung der bundesweiten soziotherapeutischen Versorgung psychisch Kranker. [mehr]

Das Patensystem bewährt sich in der Praxis

Die 2. Patentagung des Dachverbandes Gemeindepychiatrie fand mit Unterstützung der Selbsthilfefördergemeinschaft der Ersatzkassen am Montag, den 29. März 2010, im Horionhaus des Landschaftsverband Rheinland in Köln statt. Insgesamt 50 höchst engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren intensiv an dieser Tagung beteiligt. Und diese Tagung zeichnete sich besonders durch die Teilnahme von Eltern, die Patenfamilien in Anspruch nehmen und Vertretern der Patenfamilien aus.

Frau Franke, Frau Schmutz und Frau Zurawski (v.l.) [ mehr ]

Aufklärungsinitiative "Verrückt? Na und!"




Die Aufklärungsinitiative ist ein gemeinsames Projekt zwischen unserem Mitglied Irrsinnig Menschlich, BARMER-GEK und dem nationalen Kooperationsverbund Gesundheitsziele.de. Die kommunalen Akteure sollen unterstützt, ihre Aktivitäten zur Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen vertieft, erweitert und verstetigt werden.

Zur Aufklärungsinitiative gehört die neue Internetplattform www.verrückt-na-und.de. Damit sollen Menschen, Projekte und Städte in Deutschland vernetzt werden. Weitere Informationen im Internet.

Aktueller Diskussionsstand zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen

Deutscher Bundestag

Die Bundesregierung hat  auf Verlangen der Grünen Bundestagsfraktion den Ausschuss für Arbeit und Soziales über den aktuellen Stand der Verhandlungen zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe unterrichtet. [mehr]

Bisher wurden sechs Begleitprojekte initiiert, in denen die Themen aus dem Beschluss der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) vom November 2009 behandelt werden sollen. Diese sind im Einzelnen:

1. Vereinheitlichung der Bedarfsermittlung (Arbeitsgruppe)
2. Zuordnung von Leistungen (Workshops)
3. Förderung des Persönlichen Budgets (Workshops)
4. Teilhabe am Arbeitsleben (Workshops)
5. Konversion stationärer Einrichtungen (Workshops)
6. Inklusive Sozialraumgestaltung  (Workshops)

Am 7. Juni gibt es ein Treffen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe, Mitte September 2010 die abschließende Plenums-Sitzung, ein weiteres Treffen am 20./21. Oktober und schließlich die 87. ASMK am 23./24. November.

BAG Netzwerk psychische Gesundheit (NwpG) im Dachverband gegründet

In der Februarsitzung der Dachverbandsmitglieder, die in ihren Regionen den NwpG Vertrag der Techniker Krankenkasse umsetzen, beschlossen die Teilnehmer eine Bundesarbeitsgemeinschaft NwpG im Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. zu gründen. Mitglieder sind Vereine, GMBHs und Managementgesellschaften. Zum Gründungsdatum hat die BAG NwpG 10 Mitglieder. Grundvoraussetzung ist eine Mitgliedschaft im Dachverband Gemeindepsychiatrie e. V. [ mehr ]

Tagungsbericht

Kleine Held(Innen) in Not³ in Dortmund vom 28. bis 29. Januar 2010

Petra Godel-ErhartPetra Godel-Erhart vom Vorstand des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie begrüßte die über 300 Teilnehmer, die trotz widriger Wetterbedingungen aus der ganzen Bundesrepublik nach Dortmund gekommen waren. Bei dieser Tagung waren zum ersten Mal die Hälfte der Teilnehmer aus dem Bereich Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychotherapie.
Wieder einmal konnten sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendhilfe und der Psychiatrie über Best Practise Modelle informieren und angeregt in den Seminaren, Workshops und natürlich in Pausen über verbesserte Formen der Zusammenarbeit diskutieren.
[ mehr ]

TK startet ambulantes Netzwerk für psychisch Kranke

Über eine halbe Million unnötiger Klinikaufenthalte

Hamburg, 28. Januar 2010. Fast 1,1 Millionen Krankenhausaufenthalte verzeichnete die Techniker Krankenkasse (TK) 2009 insgesamt, in über 50.000 Fällen handelte es sich dabei um Patienten mit Depressionen, Schizophrenien oder Persönlichkeitsstörungen. Rechnet man die TK-Daten auf die Gesamtbevölkerung hoch, ergeben sich bundesweit über eine halbe Million stationäre Aufenthalte aufgrund dieser psychischen Diagnosen - Klinikaufenthalte, die sich vermeiden ließen, wenn die Patienten angemessen ambulant betreut würden. Obwohl diese Meinung mehrheitlich von Medizinern, Patienten, Angehörigen und Krankenkassen geteilt wird, mangelt es hierzulande noch immer an Angeboten, die den Bedürfnissen psychisch Kranker gerecht werden und ihnen ein Leben jenseits der stationären Psychiatrie ermöglichen.

Professor Dr. Dr. Klaus Dörner, Professor für Sozialpsychiatrie, zu dem neuen Konzept: "Ausgenommen einiger schwerer Psychosen gibt es kaum eine wirkliche Indikation, die eine stationäre Behandlung erfordert. Ein solches ambulantes Netzwerk schafft nach 30 Jahren erstmals Anreize, um die Kluft zwischen dem ambulanten und stationären Bereich, zwischen medizinischen und sozialen Profis, vielleicht auch zwischen Professionellen und Bürgerhelfern zum Nutzen des Patienten zu schließen." [mehr]

Himmel und mehr

Dorothea Buck

„Himmel und mehr“ zeigt Leben und Werk der heute 92 jährigen Bildhauerin Dorothea Buck.

1917 geboren gerät Dorothea Buck mit neunzehn Jahren in eine schwere psychische Krise. Die ärztliche Diagnose Schizophrenie stempelt sie im Dritten Reich als minderwertig ab, gemäß dem Erbgesundheitsgesetz wird sie 1936 zwangssterilisiert. Einige Jahre später entgeht sie nur knapp der „Euthanasie“. Entgegen der ärztlichen Unheilbarkeitsprognose versucht Dorothea Buck zu verstehen, was sie in die Psychose getrieben hat und entwickelt eine eigene Theorie ihrer Erkrankung. [mehr]

Die Zukunft hat schon begonnen

„Psychiatriereform 2. Akt!“: Gemeindepsychiatrie stellt Referenzentwurf zur Integrierten Versorgung vor

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. und die Techniker Krankenkasse haben einen Referenzvertrag zur Integrierten Versorgung erarbeitet, gemeindepsychiatrische Träger in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und Hamburg stehen kurz vor der Umsetzung. Was sich dahinter verbirgt, stellt im folgenden Thomas Pirsig, Referent des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie, in einer Reaktion auf das „Eppendorfer“-Interview mit Prof. Heinz Lohmann vor. [mehr]

Durchbruch zur ambulanten Versorgung psychisch Kranker

Foto:picspack/mikum
Foto:picspack/mikum


Ein großer Durchbruch zur ambulanten Versorgung psychisch erkrankter Menschen ist gelungen.
Der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. hat mit der TK einen Referenzvertrag über die integrierte Versorgung psychisch Kranker - NetzWerk psychische Gesundheit - erarbeitet und auf den Weg gebracht. Der Vorsitzende des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie e.V. Wolfgang Faulbaum-Decke hat diesen Vertrag gemeinsam mit SGBV-erfahrenen Kollegen aus drei Mitgliedsorganisationen  Bremen, Berlin und Kiel mit der Techniker Krankenkasse erarbeitet. [mehr]

Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung

Der aktuelle Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung ist da. Den vollständigen 13. KJB finden Sie hier.
Zum Kinder- und Jugendbericht sind einige Expertisen zur Situation von Kindern psychisch kranker Eltern erstellt worden.

Aktuelles zur UN-Konvention und Inklusionsdebatte

Am 23. September 2009 hat das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) anlässlich eines Pressegespräches die Empfehlungen der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention an die zukünftige Bundesregierung und das Parlament vorgestellt. Das DIMR empfiehlt u.a.:

  • den Umsetzungsauftrag der UN-Behindertenrechtskonvention in den Koalitionsvertrag ausdrücklich aufnehmen,
  • eine nationale Strategie unter Einbeziehung behindertenpolitischer und anderer Akteure der Zivilgesellschaft zu entwickeln,
  • die Umsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderungen in der Politik als Querschnittsaufgabe wahrzunehmen,
  • behinderten Menschen, einschließlich Kindern, über die sie vertretenden Organisationen regelmäßig Möglichkeiten zu eröffnen, an Anhörungen mitzuwirken und in allen politischen Prozessen aktiv einbezogen zu werden,
  • den gesellschaftlichen Bewusstseinswandel aktiv zu fördern und
  • weiterer "Focal Points" innerhalb der Bundesregierung zu benennen. [mehr]