Ehrenpreis für Engagement in der Selbsthilfe 2004


Veronika und Fritz Bräunling mit dem Ehrenpreis für Engagement in der Selbsthilfe ausgezeichnet

Das Ehepaar Veronika und Fritz Bräunling aus Karlsbad in Baden-Württemberg erhielten die Auszeichnung für ihr Projekt "Schiller 33".

Der Preis wurde zum ersten Mal vom Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker und dem Pharma-Unternehmen Bristol-Myers Squibb ausgeschrieben. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Informationstage der Familien-Selbsthilfe Psychiatrie "Selbsthilfe braucht Verstärkung" am 24. September 2004 im Mainzer Rathaus.

"Veronika und Fritz Bräunling haben mit der Einrichtung der Begegnungsstätte für psychisch Kranke und der Gründung des Vereins 'Schiller 33' mit seinem wertvollen Freizeitangebot einen wesentlichen Beitrag für die Familien-Selbsthilfe geleistet", so lautet das Urteil der Jury. Dabei überzeugt die Jury vor allem die Bereitstellung des Elternhauses von Frau Bräunling für mehrere betreute Wohnungen und als Begegnungsstätte für psychisch Kranke. Auch die Aufrechterhaltung der Begegnungsstätte erfolgt mit viel persönlichem und zeitlichem Engagement durch das Ehepaar Bräunling.

"Das Preisgeld werden wir in die Begegnungsstätte investieren", freut sich Veronika Bräunling. "Wir benötigen es für Ausstattung eines neu hinzugekommenen Raumes, der als Besprechungsraum für Einzelgespräche und gleichzeitig als Büroraum genutzt werden kann."

Der mit 3.000 Euro dotierte Preis ist bundesweit auf ein breites, positives Echo gestoßen. "Es ist schön, dass endlich jemand gerade diejenigen würdigt, die ehrenamtlich und oft im Verborgenen arbeiten", ergänzt Evelyn Benckert vom Landesverband der Angehörigen psychisch Kranker Berlin.

Die Bewerbungen wurden von einer unabhängigen Jury bewertet, die aus fünf Mitgliedern bestand:

  • Dr. Annette Sonntag, Oberärztin am Max-Planck-Institut für Psychiatrie München,
  • der Politikerin Monika Brüning, Mitglied des Deutschen Bundestages und im Ausschuss für Gesundheit und Soziale Sicherung
  • Hannelore Loskill, Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte e.V. (BAGH)
  • Lotte Mucha als Angehörigenvertreterin
  • Thomas Engel für die Patienten.

Monika Brüning: "Die Entscheidung ist der Jury sehr schwer gefallen, denn den eingereichten Projekten konnte in allen Fällen ein hohes Maß an Kompetenz und Engagement im Bereich der Familien-Selbsthilfe zugesprochen werden. Somit hätte die Wahl auch auf andere ehrenamtlich Tätige fallen können. Ich spreche meinen Dank allen aus, die sich dieser Aufgabe widmen und Menschen in Not hilfreich zur Seite stehen."

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