Journalistenpreis 2005


Die Wiesbadener Filmemacherin Stella Tinbergen erhält Journalistenpreis "Schizophrenie und Stigma"

Stella Tinbergen (2.v.r.) ist die neue Preisträgerin des Journalistenpreises "Schizophrenie und Stigma – Mit psychisch Kranken leben". Sie erhielt den Preis für ihren Film "Siegfried – Geister, die ich rief", der am 3. November 2005 auf ARTE ausgestrahlt wurde.

Die Preisträgerin ist nicht nur Filmemacherin sondern auch Angehörige und hatte damit die Möglichkeit einer Langzeitbeobachtung ihres erkrankten Bruders. "Was darin transportiert wird, ist keine didaktische Absicht, sondern erlebtes Wissen. Das hat uns sehr beeindruckt", hob Dr. Eckart Schibber, Medizinjournalist und Vorsitzender der Jury in seiner Laudatio hervor.

Stella Tinbergen freute sich nicht nur über den Preis, sondern vor allem darüber, dass es ihrem Bruder mit der Unterstützung seiner Schwester und anderer engagierter Menschen, insbesondere aber auch dank seiner eigenen Entschlossenheit gelang, ein großes Stück Selbständigkeit zu erlangen. "Eigenständigkeit? Das schaffe ich", sagt er an einer Stelle des Films.

Belobigung für den Rundfunkbeitrag "Was ist Schizophrenie? Definition und Vorurteile"

Eine Belobigung erhielt außerdem der Rundfunkbeitrag "Was ist Schizophrenie? Definition und Vorurteile" der Redaktion "Durchgeknallt", der im Dezember 2005 auf Radio Z, Nürnberg gesendet wurde. Dabei handelt es sich um einen Bürgerfunkbeitrag einer Gruppe junger Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Mit der Belobigung wurden die kontinuierliche Arbeit der Gruppe sowie die gute redaktionelle Umsetzung ihrer Erlebnisse gewürdigt. Dazu Christian Liffers, ehemaliger Preisträger des "Journalistenpreises Schizophrenie und Stigma": "Besonders beeindruckt haben mich die Straßenumfragen der Redaktion zum Thema psychische Erkrankungen. Es ist erschreckend, wie viele Vorurteile es gegenüber Betroffenen gibt. Das zeugt von großem Unwissen. Die jungen Leute der Redaktion "Durchgeknallt" sind selbst aktiv geworden und steuern mit einem Aufklärungsbeitrag dagegen an. Das finde ich toll!"

Der mit 5.000 Euro dotierte Journalistenpreis wurde am 8. September 2006 während eines Bundestreffens der Angehörigenverbände in Rostock zum vierten Mal verliehen.

Er geht an Autoren, die mit ihren Beiträgen sachlich über die Krankheit Schizophrenie aufklären und damit helfen, Vorurteile abzubauen und die Wahrnehmung von Betroffenen und deren Familien in der Öffentlichkeit zu verbessern. Im Wechsel werden Arbeiten aus den Kategorien Print- und audiovisuelle Medien ausgezeichnet. Die Stifter des Preises sind die Familien-Selbsthilfe Psychiatrie und das forschende Pharmaunternehmen Janssen-Cilag.

Mehr zu dem Bundestreffen der Angehörigenverbände in Rostock finden Sie auf den Internetseiten unseres Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

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