"Information – Austausch – Entlastung" - Psychoedukative Wochenenden für Angehörige schizophren Erkrankter


Mit einem vierten "Psychoedukativen Wochenende für Angehörige schizophren Erkrankter" und einem zweiten Multiplikatoren-Workshop fand das 3-jährige Psychoedukationsprojekt im Jahr 2007 seinen vorläufigen Abschluss.

Nach Ablauf der drei Projektjahre, in deren Verlauf vier Psychoedukations- und zwei Multiplikatoren-Workshops in verschiedenen Regionen Deutschlands stattfanden, lässt sich ein durchweg positives Fazit ziehen. Nahezu einhellig wurden die Veranstaltungen als äußert hilfreich, aufbauend und entlastend empfunden.

Insbesondere den Austausch mit anderen Angehörigen und die Tatsache, sich ein Wochenende auch mal um sich selbst kümmern zu können, empfanden die Angehörigen als große Entlastung. Darüber hinaus bewerteten fast alle den Aufbau und den Ablauf der Veranstaltungen als gut organisiert, die Themen- und Referentenauswahl als gelungen und die Vorträge selber als sehr informativ.

Im Hinblick auf die gesetzten Ziele lassen sich zwei Erkenntnisse feststellen, die auch durch die begleitende Evaluation gestützt werden:

  • Zum Einen trägt ein psychoedukatives Projekt, das darauf aufbaut, Angehörige zu informieren und ihnen Bewältigungsstrategien im Umgang mit dem erkrankten Familienmitglied und Kommunikationstechniken vermittelt, die zur Entspannung der familiären Situation beitragen können, sehr zur Entlastung der Angehörigen bei. Die Angehörigen bewerteten den Zuwachs an Informationen, Erkenntnissen und Fähigkeiten durchweg als positiv.
  • Zum Anderen war allerdings nur ein ganz geringer Teil der Teilnehmenden dazu bereit, als Multiplikatoren die gewonnenen Erkenntnisse zur Planung und Organisation eigener Psychoedukationsveranstaltungen einzusetzen.

Das Projekt wurde über die gesamte Laufzeit wissenschaftlich begleitet und evaluiert von Dr. Hermann Elgeti von der Medizinischen Hochschule Hannover. Die letzte Erhebung für die Evaluation fand 12 Monate nach Projektende statt und kam zusammenfassend zu dem Ergebnis, dass solche Workshops zur Stärkung der Ressourcen in den betoffenen Familien sehr hilfreich sein können.

Das Fazit dieser drei Jahre ist folglich überaus positiv und beinhaltet die Erkenntnis, dass sich dieses Projekt zur Nachahmung empfiehlt

Der Bundesverband bedankt sich an dieser Stelle bei der Bristol-Myers-Sqibb-Foundation, New York, ganz herzlich für die Unterstützung.

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