Suizid, Suizidgefährdung
"Die Krankheit verheimlichen. Schwere Depressionen und Suizidgefährdung"
Prof. Asmus Finzen hat den Tod des bekannten und beliebten Torwarts Robert Enke und die Folgen, auch für seine Hinterbliebenen, zum Anlass genommen, sich in einem Aufsatz Gedanken zu diesem Thema zu machen. Den Aufsatz hat er uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

"Der Suizid Robert Enkes wirft viele Fragen auf. Ich war überzeugt davon, dass die Depression in den letzten zwei Jahrzehnten anders als die Schizophrenie keine Krankheit mehr war, die man verstecken muss. Offenbar habe ich mich getäuscht."
Wenn ein Mensch sich getötet hat – Hilfe für Angehörige
Nach dem Tod Robert Enkes kam fast zwangsläufig die Frage auf, ob der behandelnde Arzt und auch Angehörige sowie Freunde mehr hätten tun können. Robert Enke hat aber, so die Aussage seines Psychiaters, nie ernsthaft den Eindruck erweckt, selbstmordgefährdet zu sein. Der Torhüter sei regelmäßig und zuverlässig zur Behandlung erschienen. Das Ausmaß seines Leidensdrucks habe er erfolgreich verborgen.
Viele Selbsttötungsversuche, aber eben nicht jeder Suizidversuch und Suizid können verhindert werden. Mit dieser sehr traurigen Erkenntnis müssen wir leben lernen, auch wenn uns dies sehr schmerzt und auch hilflos macht.
Was aber als Angehöriger tun, wenn man einen geliebten Menschen auf diese Weise verloren hat?
Wichtige Hilfen und Tipps finden Sie in der Broschüre des Nationalen Suizidpräventionsprogramms. Hier der direkte Link zum Download:
www.suizidpraevention-deutschland.de/download/angehoerige.pdf
Hilfe und Unterstützung können Sie auch finden bei AGUS – Angehörige um Suizid. AGUS ist eine bundesweite Selbsthilfeorganisation für Trauernde, die einen nahe stehenden Menschen durch Suizid verloren haben. Hier der Link:
Betroffenen Angehörigen steht natürlich auch unser Beratungsangebot zur Verfügung.
