Familien-Selbsthilfe Psychiatrie - eine starke Gemeinschaft

Mit psychisch Kranken leben - selbstbewusst und solidarisch


Von psychischen Erkrankungen ist die ganze Familie betroffen. Angehörige fragen sich besorgt, woher die Krankheit kommt, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und was man selbst tun kann, ohne die eigenen Belastungsgrenzen zu überschreiten. Der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker (BApK) und die Landesverbände unterstützen Sie durch kostenlose Beratung und Information, Vermittlung von Kontakten, Adressen und Literaturhinweisen. Der Bundesverband sucht darüber hinaus den Dialog und die Zusammenarbeit auf gesundheits- und sozialpolitischer Ebene, um ein Versorgungsangebot zu schaffen, das auch den Bedürfnissen chronisch Kranker und ihrer Angehörigen gerecht wird.

Ein wesentlicher Teil der Verbandsarbeit besteht darin, den Erfahrungsaustausch zu fördern. Erfahrungen anderer Angehöriger entlasten und zeigen, wie man mit psychisch Kranken leben kann. Auf örtlicher Ebene geschieht das in den Selbsthilfegruppen. Bei der Bildung und Begleitung dieser Gruppen können die Landesverbände helfen. Diese informieren in eigenen Veranstaltungen zu fachlichen und landesspezifischen Themen. Auch der Bundesverband organisiert Tagungen und Seminare und führt Projekte zu unterschiedlichen Problembereichen durch. Auf diese Weise entsteht ein Netzwerk, das Familien aus der Isolation holt und ihnen auch in Krisen Halt gibt.


Die Wurzeln

Ein kurzer Überblick über Entwicklung und Struktur der Angehörigenbewegung in Deutschland ist gar nicht so einfach, denn als echte "Bewegung von unten" ist sie vielgestaltig, bunt und alles andere als homogen.

Die Wiege der Angehörigenbewegung steht in Stuttgart. Hier treffen sich 1970 erstmals Angehörige zu einem regelmäßigen Gesprächskreis. Fast zeitgleich schlägt die Geburtsstunde der expertengeleiteten Angehörigengruppe in Hamburg, wo an der Uniklinik Eppendorf eine Tagesklinik aufgebaut und 1973 erstmals eine Gruppentherapie für Angehörige angeboten wurde.

Im Lauf des nächsten Jahrzehnts breitete sich die Angehörigenbewegung bundesweit aus. In allen Bundesländern entstanden Landesverbände und am 8. Juni 1985 wurde der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker  gegründet.

Das "Herz" der Bewegung sind und bleiben jedoch die regionalen Selbsthlfegruppen, von den es inzwischen bundesweit mehr als 500 gibt.


Die Organisation - Landesverbände und Bundesverband

Als Angehöriger, der mit seinen persönlichen Problemen schon genug zu tun hat, liegt Ihnen der Gedanke an die Notwendigkeit einer Verbandsarbeit sicher zunächst fern. Wer, wenn nicht wir soll die Interessen der psychisch Kranken und ihrer Familien in Politik und Öffentlichkeit vertreten? Eine starke, gut organisierte und demokratisch legitimierte Selbsthilfebewegung ist als Lobby einfach unverzichtbar:

"Nach innen ist es die erlebte Solidarität, aus der gerade die aktiven und engagierten Menschen wieder neue Kraft schöpfen. Wer die Treffen miterlebt hat, weiß, wie viele Kontakte und Freundschaften hier unter gleich Betroffenen entstehen. Ein zweites ist die Wirkung der Angehörigenbewegung nach außen, in die Gesellschaft hinein. Dies kann von den Gruppen allein kaum bewältigt werden. Angehörigenverbände können die Zentrale darstellen, in der Sorgen und Klagen, aber auch Rückmeldungen über gute Lösungen in der Versorgung gesammelt und schließlich in die Öffentlichkeit, insbesondere in die Gesundheitspolitik, weitergetragen werden." (Karlheinz Walter, einer der Gründungsväter des Verbandes)


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