Evaluation - Beratungsprotokoll


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  • Änderungen gegenüber dem bisherigen Protokoll
  • Hinweise zum Ausfüllen

Vorbemerkung

Um diesen Text möglichst lesbar zu halten, wird, wenn es um die SeeleFon-Beratung oder die Ratsuchenden geht, an verschiedenen Stellen von „Anrufen“ bzw. „Anrufern“ gesprochen. Es ist jedoch immer auch die Emailberatung gemeint. Ebenso wurde nicht durchgehend die weibliche und männliche Form für Personen gewählt; auch hier gelten die Aussagen entsprechend für beide Geschlechter.

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1. Im Wesentlichen wurden ...

die Angaben und die Feldgruppen wie bisher beibehalten; wegen der zusätzlichen Informationen erfolgte die Anordnung etwas anderes. Dies dient – hoffentlich – dazu, dass das Formular einigermaßen übersichtlich bleibt.

Wie bisher sind Mehrfach-Nennungen sind in allen Feldgruppen, wo dies Sinn macht, möglich und erwünscht.

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2. Änderungen in den bisherigen Feldgruppen ...

wurden aus folgenden Gründen vorgenommen:

  • Sehr selten angekreuzte Felder wurden herausgenommen oder – wenn möglich – zusammengefasst.
  • Für unter „Sonstige/s“ häufig genannte Sachverhalte wurde ein Feld zum Ankreuzen eingerichtet, da diese Eintragungen nur sehr mühsam auszuwerten sind.
  • Am 06.07.13 angesprochene Unklarheiten und Änderungsvorschläge wurden bereits berücksichtigt.

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3. Textliche Änderungen

  • Vorrangig wurde bei den Gruppen „Beratungsinhalte“ in den Überschriften „Fragen zu“ gestrichen. „Fragen zu“ war insofern irreführend, da es sich um angesprochene Beratungsinhalte handelt, nicht ausschließlich um Fragen zu den entsprechenden Themen.

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4. Neu sind drei Feldgruppen

Erläuterungen siehe weiter unten:

  • „Angaben für Evaluation“
  • Beratungsinhalte: „Allgemeine Informationen …“
  • Beratungsinhalte: „Andere Angaben“

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5. Zusätzliche Gruppen von „Kreuzchen“: Probleme mit ...

In den Gruppen „Therapie- und Hilfsangebote“, „Rechtliche und finanzielle Themen“ und „Anlaufstellen vor Ort“ wurde zusätzlich zu der bisherigen Markierungsmöglichkeit eine Spalte zum Ankreuzen aufgenommen, in der angegeben werden kann, ob es bei der Beratung zu dem speziellen Punkt (auch) um „Probleme“ ging (Beispiele siehe weiter unten).

Sie haben daher folgende Markierungsmöglichkeiten:

a) Anrufer möchte Informationen zu dem Sachthema
X   Sachthema XY   

b) Anrufer berichtet von Problemen bei dem Sachthema; fragt evtl. nach Lösungsmöglichkeiten
X   Sachthema XY   X

c) Anrufer wünscht Informationen und berichtet von Problemen
X   Sachthema XY   X

Beispiel1: „Psychotherapeutische Versorgung“

Hier können viele Punkte besprochen werden; z.B. ob bei einem speziellen Krankheitsbild Erfahrungen mit einer Psychotherapie vorliegen. Sehr häufig scheinen aber auch die langen Wartezeiten für eine Psychotherapie thematisiert zu werden.

Wenn es nur um die Frage nach Erfahrungen geht, wäre dies Fall a);
geht es nur um die langen Wartezeiten, so wäre dies Fall b);
bei einer Beratung kann es aber auch um beide Punkte gehen; dies wäre Fall c)

Beispiel 2: „Gesetzliche Betreuung“

Fall a) wären z.B. die Fragen, wer eine Betreuung beantragen kann, ob es dafür Formvorschriften gibt, ob ein zu Betreuender ein Mitspracherecht bei der Auswahl des Betreuers hat.

Erfahrungsgemäß häufig sind aber Beschwerden zur gesetzlichen Betreuung: Der Betreute bekommt einen Betreuer, den er ablehnt, der Betreuer ist untätig, hat gar Antragsfristen versäumt, usw. Dies alles fällt unter Fall b) „Probleme mit …“

Auch hier kann in einer Beratung beides vorkommen; also Fall c).

Warum erscheint diese Unterscheidung sinnvoll?

Wenn von Selbsthilfe- oder Patientenverbänden Beschwerden über nicht oder nicht gut genug funktionierende Versorgungs- oder Rechtsthemen bei politischen Entscheidungsträgern, den Kostenträgern, Berufsverbänden, etc. vorgetragen werden (z.B. die in der Regel sehr langen Wartezeiten für eine Psychotherapie), so wird regelmäßig nach Belegen für diese Beschwerden gefragt – die ebenso regelmäßig schwer oder gar nicht zu erbringen sind.

Wenn wir – und das gilt genauso für die DDL und andere Verbände – aber mit einer Aussage auftreten können wie z.B.: „in 12 Monaten gab es beim SeeleFon 100 Anfragen zur psychotherapeutischen Versorgung und davon haben 60% der Anrufer Probleme angesprochen“, dann ist dies nicht so leicht vom Tisch zu wischen.

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6. Die Feldgruppen und Änderungen im Einzelnen

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(1) Berater/in; Datum; Dauer

unverändert

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(2) Kontakt per

Telefon, Email

unverändert

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(3) Zu SeeleFon gekommen durch:

wenig Genanntes wurde unter Sonstiges zusammengefasst

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(4) Geschlecht

weiblich, männlich, unbekannt

unverändert

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(5) Status

Betroffene/r, Angehörige/r, Profi, Sonstige, unbekannt

unverändert

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(6) Status nur bei Angehörigen

Partner/in, Mutter/Vater, Geschwister, Kind (erwachsen), Kind (jugendlich), Sonstige

zusätzlich;
Grund ist der Eindruck, dass die Zusammensetzung dieser Gruppe beim SeeleFon erheblich anders ist als in den Selbsthilfegruppen

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(7) Ergebnis der Beratung

Ergebnis der Beratung: Beratung ausreichend, Recherche/Folgeaktivitäten, Kontakt war nicht ernsthaft, Sonstiges

unverändert

Ergebnis der Beratung: Weitervermittlung

wurde ergänzt um „ggf. an _____“
Bisher wurde diese Angabe häufig unter „Sonstiges“ oder „Bemerkungen“ gemacht.

Ergebnis der Beratung: zusätzliche Ankreuzfelder

  • „Anliegen konnte nicht beantwortet werden“
    hat bisher gefehlt
    Ausfüllhinweis: bitte unter Beratungsinhalte möglichst genaue Angaben machen; dies liefert evtl. Hinweise auf Weiterbildungsbedarf
  • „nur Gesprächsbedarf“
    kam öfter in Bemerkungen vor
  • „Oft-, Daueranrufer“
    Ausfüllhinweis: wenn bekannt bitte unter Beratungsinhalte zusätzlich „Krankheitsbild“ ausfüllen, alle anderen Beratungsinhalte können wohl in der Regel entfallen
  • „Verweis auf Infos (Broschüren, Internet) von … BApK / DDL / anderen“
    kam öfter in Bemerkungen vor

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(8) Angaben für Evaluation

zusätzliche Felder
Ausfüllhinweis: bei Ergebnis der Beratung „Kontakt war nicht ernsthaft“ und „Oft- und Daueranrufer“ entfällt dieser Punkt komplett, da in diesen Fällen ohnedies keine oder aber eine verfälschende Aussage für die Evaluation geliefert würde

  • Bereitschaft (zur Teilnahme an der Evaluation): ja, nein, nicht gefragt
    Wichtiger Hinweis: wenn Sie nach dem Gesprächsverlauf den Eindruck haben, dass die Frage nach der Bereitschaftschaft zur Teilnahme an der Evaluation für die Ratsuchenden eine Zumutung darstellen würde oder z.B. bei verwirrten Anrufern nicht richtig verstanden würde, verzichten Sie bitte darauf, diese Frage zu stellen; kreuzen Sie in diesen Fällen bitte „nicht gefragt“ an
  • Kontaktdaten: Mail, ggf Telefon
    Wichtiger Hinweis: bitte fragen Sie immer zuerst nach der Emailadresse; nur wenn Ratsuchende nicht über eine Emailadresse verfügen, fragen Sie bitte ersatzweise nach Telefonnummer und Erreichbarkeit

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(9) Beratungsinhalte: Allgemeine Informationen über ...

Beratungsinhalte: Allgemeine Informationen über (eine) psychische Erkrankung; Abgrenzung krank/gesund und Ähnliches

zusätzlich; kam öfter in Bemerkungen vor
Ausfüllhinweis: wenn bekannt bitte zusätzlich „Krankheitsbild“ ausfüllen, alle anderen Bera-tungsinhalte können wohl in der Regel entfallen

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(10) Krankheitsbilder

Schizophrenie/Wahnvorstellungen/Psychose, Burnout, Angststörungen/ Panikattacken/ Zwangsstörungen, Komorbidität (psychische und somatische Erkrankung), Sonstige

unverändert

  • Burnout wurde wegen der Aktualität des Themas als eigenes „Krankheitsbild“ belassen
  • Angststörungen: hierzu zählen auch alle Phobien
  • unter Komorbidität fallen sowohl psychische Erkrankungen infolge somatischer Erkrankungen, z.B. Depression nach oder zusätzlich zu einer Krebs- oder Herzerkrankung, als auch somatische Erkrankungen zusätzlich zu einer bestehenden psychischen Erkrankung, z.B. Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen

Depression/ Bipolare Störung, Borderline-Störung/ Persönlichkeitsstörungen

diese Gruppen wurden aufgesplittet in

  • Depression und Bipolare Störung
    bisher größte Gruppe bei Beratungen
  • Borderline-Störung und Sonstige Persönlichkeitsstörungen
    Aufsplittung erfolgte, da die Borderline-Störung innerhalb der Gruppe von Persönlichkeitsstörungen eine sehr spezielle und relativ häufige Erkrankung ist

Doppeldiagnose (Psychose und Sucht)

entfällt, da Suchtproblematik auch gemeinsam mit anderen psychischen Erkrankungen auftreten kann; dafür neu:

Suchtproblematik, Abhängigkeitserkrankungen

Ersatz
Ausfüllhinweis: bei „Doppeldiagnose“ bitte dieses und zusätzlich das/die entsprechende/n Krankheitsbild/er ankreuzen

PTBS (posttraumatische Belastungsstörung)

zusätzlich;
kam in letzter Zeit häufiger vor

Keine oder unklare Diagnose

zusätzlich; hat gefehlt

Essstörungen

entfällt, da Vorkommen beim SeeleFon äußerst selten

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(11) Spezielle Themen

Kinder psychisch kranker Eltern, Psychisch kranke Kinder/Jugendliche, Partnerschaft, Trauma/ Missbrauch/ Gewalterfahrung, Straffälligkeit/ Forensik, Sonstiges

unverändert

  • bei dem Thema Kinder psychisch kranker Eltern geht es um die spezielle Problematik von kleinen Kindern sowie Jugendlichen mit einem (oder zwei) psychisch kranken Elternteil/en

Krankheitsursachen/ Vererbung

„Krankheitsursachen“ kam öfter unter Sonstiges vor; da beide Themen zusammenhängen wurde der bisherige Punkt „Vererbung“ entsprechend erweitert

Gerontopsychiatrie/ Demenz

zusätzlich; kam öfter unter Sonstiges vor

Sinn der Feldgruppe Spezielle Themen:

Das Vorkommen dieser Themen liefert Hinweise auf Themen, die in der Fachdiskussion mitunter gerne ausgeklammert wurden bzw. werden, und gibt damit auch Hinweise auf mögliche zukünftige Arbeitsfelder der Selbsthilfe- und Patientenverbände.

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(12) Therapie- und Hilfsangebote

In dieser Gruppe gibt es eine Reihe von Veränderungen, die in Wesentlichen daraus resultieren, dass Sachthemen nochmals geteilt wurden oder auf er anderen Seite unter Sonstiges häufig genannten Themen den vorhandenen Sachthemen zugeordnet wurden. Ziel ist, die Einträge unter Sonstiges zu reduzieren.

Medikamente, Wohnheim/ Betreutes Wohnen, Rehabilitation, Sonstiges

unverändert

Therapiemöglichkeiten allgemein, Hilfsangebote allgemein

ersetzt den bisherigen Punkt „Therapiemöglichkeiten“

Kliniken/ Tageskliniken, Betreuungsmöglichkeiten/ Tagesstruktur und Arbeits-/ Beschäftigungsmöglichkeiten

thematische Erweiterung der bisherigen Sachthemen „Kliniken“,  „Betreuungsmöglichkeiten“ und "Arbeitsmöglichkeiten"

Ärztliche/ Psychotherapeutische Versorgung

wurde getrennt in „Ärztliche Versorgung“ und „Psychotherapeutische Versorgung

Kuren für Patienten und Angehörige

wurde neu aufgenommen, da erstaunlich häufig unter Sonstiges genannt

Zur Unterscheidung „Sachthema“ und „Probleme mit Sachthema“ siehe 5.

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(13) Personenbezogene Themen

In dieser Gruppe fehlten bisher zwei häufig genannt Themen, die jetzt ergänzt wurden; im Übrigen bleiben die Themen unverändert.

Umgang mit der eigenen Erkrankung, Schuldgefühle

wurden ergänzt

Verweigerung von Therapien bzw. Hilfen

textliche Änderung; bisher „Krankheitsuneinsichtigkeit“

Umgang mit dem/der Erkrankten, Be- und Entlastung von Angehörigen, Suizidankündigung, -versuch, Sonstiges

unverändert

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(14) Rechtliche und finanzielle Themen

Auch In dieser Gruppe gibt es eine Reihe von Veränderungen, weil relativ selten genannte verwandte Themen zusammengefasst wurden und dafür unter Sonstiges häufig genannte Themen zusätzlich aufgenommen wurden. Ziel auch hier, die Einträge unter Sonstiges zu reduzieren.

Bei dieser Themengruppe macht die Unterscheidung „Sachthema“ und „Probleme mit Sachthema“ (siehe 5.) ganz besonders viel Sinn.

Behindertentestament

sehr selten genannt, daher entfallen; ggf. bitte unter Sonstiges eintragen

Auskunftsrecht, -pflicht, Schweigepflicht

neu
darunter fallen Themen wie Recht auf Information über eine geplante Therapie, Recht auf Einsicht in die Patientenakte, aber auch alle Probleme, die vorrangig Angehörige mit dem Thema Schweigepflicht haben, sei es begründet oder auch als „vorgeschobenes“ Argument.

Kranken- und Pflegeversicherung

neu; ein sehr häufig genannter Punkt

wenn bekannt, wäre die Zusatzangabe, gesetzliche oder private bzw. keine Kranken- bzw. Pflegeversicherung hilfreich, auch dann, wenn spezielle Fragen nicht beantwortet werden können – sicher ein nicht seltener Fall

Schulden und Sorgerechtsfragen

neu; auch hierbei handelt es sich um häufig genannte Themen, zu denen wir aber in der Regel wohl weitervermitteln müssen

alle übrigen Punkte kommen wie bisher vor; teilweise wurden verwandte Themen aber zusammengefasst, um die Liste nicht zu lang werden zu lassen

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(15) Anlaufstellen vor Ort; Suche, Info zu

In dieser Themengruppen gab es keine Veränderungen; lediglich die Unterscheidung „Sachthema“ und „Probleme mit Sachthema“ (siehe 5.) wurde hinzugefügt.

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(16) Andere Angaben (neue Themengruppe)

„Beratung fand in einer Krisensituation statt“

Diese Anregung kam von Ihnen. Sie ist sicher sinnvoll, weil wir explizit kein Krisendienst sein wollen und können, es aber dennoch nicht ausgeschlossen ist, dass „Krisenanrufe“ bei uns landen und wir damit umgehen müssen.

Wurde Aggression, Gewaltandrohung oder -anwendung in der Beratung angesprochen?
Wenn ja, ausgehend von einer/m Kranken oder von einer/m Angehörigen

Hierbei handelt es sich nach wie vor um ein Tabuthema, sowohl für Erkrankte als auch für Angehörige, jeder weiß aber, dass Gewalt vorkommt, seitens eines/einer Kranken, aber durchaus auch seitens überforderter Angehörigen.

Zur Abgrenzung: gemeint ist hier vorrangig körperliche Gewalt, wobei klar ist, dass es auch andere Formen von Gewalt gibt.

Im professionellen Bereich, wo Gewalt ebenfalls lange tabuisiert war, hat man seit einiger Zeit begonnen, sich dem Thema zu stellen und über präventive Maßnahmen nachzudenken. Der BApK hat in diesem Jahr ebenfalls begonnen, sich dem Tabu zu nähern und will im nächsten Jahr dazu ein Projekt durchführen.

Es wäre dafür sehr hilfreich, zunächst einmal ein Gefühl dafür zu bekommen, wie oft diese Problematik (direkt oder indirekt) angesprochen wird. Wenn ich Ihre Bemerkungen durchsehe, scheint dies gar nicht so selten der Fall zu sein.

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(17) Bemerkungen

unverändert

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