Für betroffene Familien, aber auch für Einrichtungen, die mit Kindern und/oder den erkrankten Eltern arbeiten, empfiehlt es sich, die Broschüren zu kaufen bzw. zu lesen und sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen. [ mehr ]
Das Autoren-Trio, Professoren für Sozialmedizin und Heilpädagogik an der Fachhochschule Darmstadt, leistet eine fundierte Abhandlung zum Thema ADS, räumt aber auch auf mit gängigen Vor- und Fehlurteilen. [ mehr ]
Auch wenn der Preis des Buches zu denken gibt: Für die geleistete Arbeit der Autorinnen und Autoren und für das Volumen an Informationen ist er sicher angemessen, doch leider werden sich das Werk nur wenige leisten können. Schade – wo es doch so lesenswert ist. [ mehr ]
Mit dem Roman »Pias lebt gefährlich« hat die Edition Balance im Psychiatrie-Verlag den Jugendroman für sich entdeckt. Thomas Bock, bekannt geworden durch die Gründung seiner schulemachenden Psychoseseminare sowie mehreren Fach- und Sachbüchern wie »Stimmenreich« und im »Strom der Ideen«, hat unter Mithilfe von Gerhard Kemme bewiesen, dass er auch auf dem Gebiet des Jugendromans etwas drauf hat. [ mehr ]
Ein sehr schönes, ausdrucksstarkes Buch der renommierten Kinderbuchautorin Kirsten Boie, das all diejenigen lesen sollten, die sich für die Schicksale von Kindern psychisch kranker Eltern interessieren und darüber hinaus in die Erlebnis- und Gefühlswelten von Neunjährigen eintauchen wollen. [ mehr ]
Die Rezension eines Katzen-Bilderbuches in einer seriösen Fachzeitschrift? Immerhin scheint der Buchtitel – „Die irrste Katze der Welt“ – auf ein psychiatrierelevantes Problem zu verweisen. [ mehr ]
Es gibt kein Happy End in der Tante-Nichte-Beziehung, Tante Bea bleibt ein Scheusal. Zum Schluss gibt es noch eine überraschende Offenbarung, die Emma einen Einblick in eine zutiefst verstörte Persönlichkeit gibt, aber auch versöhnlich stimmt. [ mehr ]
Möge das Gefühlsmix-Spiel von daher in vielen Beratungsstellen, Wohn- und Tagesgruppen sowie auch in anderen pädagogischen oder therapeutischen Einrichtungen reichlich genutzt werden, damit Gefühle zur Sprache kommen und das Gefühlschaos Struktur erhält. [ mehr ]
Schön, dass es das Buch jetzt (endlich) gibt, ein Muss für alle professionellen Mitarbeiter, die sich mit der Situation der betroffenen Kinder befassen und ein prima Geschenktipp, auch für Großeltern! [ mehr ]
Ob ein Bilderbuch das passende Medium ist, um Menschen mit einer Depression wirkungsvoll zu helfen? In diesem Fall muss es eindeutig heißen »Ja!«, denn »Mein schwarzer Hund« erfasst die Problemlagen rund um Depressionen sehr feinfühlig. [ mehr ]
Die Texte machen Mut, sollen auch anderen Kindern und Jugendlichen die Angst vor der Psychiatrie nehmen. Ihnen zeigen, dass es nicht verwerflich ist, sich Hilfe zu suchen, wenn es einem nicht gut geht, wie es Herausgeber Andreas Jordan, Sozialpädagoge am Wilhelmstift, formuliert. Es ist zu hoffen, dass die Berichte ihre Wirkung nicht verfehlen. [ mehr ]
Die heimkritische Fachwelt mag einwenden, dass ambulante Hilfen und eine tolerantere Gesellschaft auch zu einem Happy End geführt hätten. Aber, so Gabriele Kosack im Pressegespräch, die Welt ist nun mal nicht so. Und auf dieser kleinen Insel Heim fühlt sich Max viel wohler als in der für ihn unnormalen Normalität. Ob sie dies belegen könne? Die Geschichte von Max, Paul und Leonie hat es wirklich gegeben, Gabriele Kosack hat sie nur aufgeschrieben. [ mehr ]
Kinder und Jugendliche gehen in die Schule, sie haben Deutschunterricht und schreiben Aufsätze. Das ist eigentlich noch kein Grund, aus einer solchen Aufsatzsammlung ein Buch zu machen. [ mehr ]
Nicht nur die Kinder und Jugendlichen sind betroffen, wenn sie in psychische Krisen geraten. »Viele psychisch Kranke und ihre Familien müssen mit einem Stigma leben«, schreibt ein Vater, dessen Sohn sich umgebracht hat. »Wie hat das alles angefangen? War es meine Schuld?« fragt sich eine Mutter und beschreibt ihre Suche nach Hilfe für sich und ihre Tochter. [ mehr ]
Kann man die Welt psychischer Erkrankungen aus der Sicht eines Kindes beschreiben? Kann ein Roman, der sich an Jugendliche wendet, glaubhaft in Worte fassen, wie ein Zwölfjähriger die Achterbahn der Gefühle seines Vaters erlebt, dessen schrille Handlungen, eigentümliche Aussagen, mehrfache Klinikeinweisungen? Peter Mannsdorff hat sich dieser Aufgabe gestellt und sie überraschend munter, liebevoll und gleichzeitig kenntnisreich gelöst. [ mehr ]
Amber ist ein Mädchen, das gern und gut Fußball spielt. Ihre Haare kämmt sie nicht, ihre Hausaufgaben macht sie nicht. Warum sie nie dafür und für ihren Freund Nesten Zeit hat, verrät sie nicht. Soll sie ihm sagen, dass sie tagsüber den Haushalt macht, auf ihren dreijährigen Bruder und auf ihre Mutter aufpasst? [ mehr ]
Es ist ein Jugendroman, trotz mancher Kritikpunkte ein guter sogar; es ist ein Buch, das flott und kurzweilig geschrieben ist und wirklichkeitsnah einen Jungen aus seinem sorgenreichen Leben erzählen lässt. Doch empfehle ich allen Eltern, betroffen oder nicht betroffen, ihre Kinder bei der Lektüre von "Erde an Pluto" zu begleiten, da ich der Ansicht bin, dass junge Leser und Leserinnen abstrakte Begriffe wie "bipolare manische Depressionen" nicht immer verstehen ... Ich glaube, Erwachsenen, außer vielleicht Profis, könnte es da ähnlich gehen. [ mehr ]
Wichtige Erkenntnisse sind dem Buch gleichwohl zu entnehmen: So wird anschaulich dargestellt, dass sich, übrigens wie in der Psychotherapie Erwachsener, ein anfänglicher Mangel an Motivation keineswegs die Psychotherapie von vornherein verunmöglicht, diese vielmehr erst in den ersten Sitzungen hergestellt werden muss. Wichtig ist auch die Erkenntnis, dass die Psychotherapieindikation keineswegs durch die Art und Schwere des Delikts bzw. verursachten Schadens bestimmt wird (was mitunter im Bereich der Sexualstraftäter behauptet wird). [ mehr ]
Mit diesem Comic ist es dem Verlag allgemeine jugendberatung gelungen, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Auseinandersetzung mit dem Thema »Verrücktsein« zu ermöglichen. Anders, als wir das aus der psychoedukativen Gruppenarbeit kennen, anders, als es die vielen Manuale der Fachbücher ermöglichen, auch ganz anders, als es im Aufklärungsgespräch zwischen Arzt und Betroffenem erfolgt. [ mehr ]
In "Ausgeflippt hoch drei" wird ein Happyend zwar nicht erzählt, aber es werden so viele positive Spuren in die Fantasien der Leser gelegt, dass sie eine Vielfalt an Happyends in den buntesten Farben in ihrem Wunschdenken austräumen können. [ mehr ]