Mental Health Europe - Santé Mentale Europe
Mental Health Europe ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich für die Förderung seelischer Gesundheit einsetzt, für die Vorbeugung bei seelischem Leiden, die Verbesserung von Hilfen sowie die Interessenvertretung und den Schutz der Menschenrechte aktueller und ehemaliger Psychiatriebetroffenen, deren Angehöriger und Helfern.
MHE fungiert als europäischer Regionalrat des Weltbundes (WFMH) für seelische Gesundheit und fördert dessen Ziele in Europa.
MHE will seinen Mitgliedern wertvolle sachbezogene Hilfe bieten und gemeinsam mit ihnen eine europäische Politik auf dem Gebiet der seelischen Gesundheit entwickeln.
Mental Health Europe (MHE) hat die Vision von einem Europa, in dem seelische Gesundheit eine große Beachtung findet und in dem Menschen mit Problemen seelischer Gesundheit als gleichwertige Bürgerinnen und Bürger leben, die im Bedarfsfall auf kompetente Hilfe zurückgreifen und entsprechende Hilfe erwarten können ; vone inem Europa, in dem sichergestellt ist, dass Psychiatriebetroffene in allen beschlussfassenden Gremien vertreten sind.
MHE ist der Überzeugung, dass seelische Gesundheitsprobleme eine zu schwere Belastung für die Betroffenen, deren Familie und die Gesellschaft darstellen und die damit einhergehenden Vorurteile und Tabus zu groß sind, als dass die Entwicklungen im Bereich der seelischen gesundheit lediglich Politikern und professionnelle Kräften überlassen werden können.
MHE fördert und unterstützt seine Mitgliedsorganisationen in ihrer Entwicklung sowie im Bemühen um Anerkennung und Finanzierung durch Informationen, Austausch und Beratung. MHE leistet bei den europäischen Organisationen Lobbyarbeit, um das Profil des Themas seelische Gesundheit zu verbessern. MHE organisiert Treffen, Seminare, Workshops und Konferenzen und entwickelt europäische projekte, an denen Mitgliedsorganisationen mitwirken können. Ausserdem veröffentlicht MHE einen monatlichen Rundbrief (in englischer und französischer Sprache) und erstellt Berichte und Informationsbulletins.
Mental Health Europe koordiniert momentan verschiedene europäische Projekte
Wirtschaftskunde der seelischen Gesundheit (Mental Health Economics)
Das Projekt "Wirtschaftskunde der seelischen Gesundheit" hat am 1. November 2002 begonnen. Koordiniert wird das Projekt von Mental Health Europe in Zusammenarbeit mit der London School of Economics - Abteilung Gesundheits- und Sozialwesen. Es wird von der Europäischen Kommission finanziert und wird in 17 europäischen Ländern durchgeführt -Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Island, Irland, Italien, Luxemburg, Holland, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden und im Vereinigten Königreich. Das Projekt dauert 18 Monate.
Ziele des Projekts:
- Einfache Rahmenbedingungen schaffen, um Daten über Systeme der seelischen Gesundheit in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union identifizieren und sammeln zu können; Informationen und Indikatoren zu sammeln, die Vergleiche zwischen den Mitgliedsstaaten erlauben und zu einem Verständnis beitragen, wie bessere psychische Gesundheitssysteme entwickelt werden können;
Die etablierten Kontakte nutzen, um mehr über die wirtschaftlichen Aspekte der seelischen Gesundheit zu lernen und auch um zu sehen, wie man mit diesen Fragen in den Mitgliedsstaaten umgeht.
Richtlinien für nationale und regionale Programme im Bereich der Suizidprävention
Dieses Projekt wurde im Oktober 2002 auf Anfrage und mit der Unterstützung des Belgischen Ministeriums für Gesundheit, Lebensmittelsicherheit und Umwelt in die Wege geleitet. MHE ist für die Koordinierung des Projekts verantwortlich und arbeitet dabei mit dem WHO European Network on Suicide Prevention and Research zusammen.
Ziel des Projekts ist es, den Wissensstand über die aktuellen Aktivitäten in der WHO/EURO Region zu verbessern und nationale und regionale Programme im Bereich der Suizidprävention zu fördern.
Diskriminierung und Schikane von Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen im Gesundheitsbereich
Mental Health Europe hat nach einer Vorbereitungsphase im September 2002 gemeinsam mit dem belgischen Forschungsinstitut LUCAS, dem Europäischen Netzwerk Psychiatriebetroffener (ENUSP), dem österreichischen Sozialpsychiatrieverband Pro Mente Austria und mit Betroffenen- und Angehörigenverbänden aus Großbritannien (MIND), Frankreich (FNAP PSY), den Niederlanden (Clientenbond) und Spanien (FEAFES) ein Aktionsprogramm zur Erforschung der Diskriminierung und Schikanierung von Psychiatriebetroffenen im Gesundheitswesen gestartet. Im Herbst 2003 ist der BPE an die Stelle von FNAP PSY getreten.
Das Projekt dient dazu, Diskriminierung und Schikanierung von Psychiatriebetroffenen im Gesundheitsbereich und im Bereich der Psychiatrie zu erfassen, zu untersuchen und Maßnahmen zu finden, wie dieses gängige und kaum hinterfragte Verhalten minimiert werden kann. Diskriminierung (im Sinne von schlechterer Behandlung als sog. normale Patienten) erfahren die Betroffenen in unterschiedlicher Form - Feindseligkeit, Anzweifeln, Vorenthalten medizinischer Hilfe, Gewalt usw. - und in unterschiedlicher Umgebung - in Arztpraxen aller Fachrichtungen, Krankenhäusern, Notaufnahmen, Psychiatrien usw.
Ziele des Programms sind:
- Das Zusammentragen von Informationen und harten Fakten über Diskriminierungen (Fokusgruppen)
Die Erarbeitung von Strategien zur Bekämpfung von Diskriminierung und Schikanierung Die Verbreitung von und Sensibilisierung für Strategien zur Beseitigung von Diskriminierung und Schikanierung gegen Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in allen Bereichen des Gesundheitswesens.
Das Projekt endet im August 2004.
Weitere Informationen zu den oben aufgeführten Projekten sowie über die Arbeit von Mental Health Europe finden Sie auf der Webseite von Mental Health Europe: www.mhe-sme.org.
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German Focal Point
Der Dachverband Gemeindepsychiatrie ist der German Focal Point von Mental Health Europe (MHE), dem europäischen Dachverband der Gemeindepsychiatrie mit Sitz in Brüssel: www.mhe-sme.org
(Hindernisse zur Gerechtigkeit sind Hindernisse zur Gleichstellung)

