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Kleine Held(Inn)en in Not

Prävention und gesundheitsfördernde Hilfen für Kinder psychisch erkrankter Eltern

25. - 26. Juni 2015 in Hannover

[Programm]

Die Notwendigkeit vernetzte und auf das Familiensystem bezogene Hilfen für Familien mit einem psychisch erkrankten Elternteil anzubieten, ist in den Bereichen von Jugendhilfe, Gemeindepsychiatrie, Psychotherapie und Kinder- und Jugendpsychiatrie unumstritten. Viele Projekte und Initiativen sind in den letzten Jahren entstanden und einige Forschungsinitiativen können inzwischen Ergebnisse zur Wirksamkeit präventiver und resilienzfördernder Hilfen für Familien in dieser besonderen Belastungssituation belegen. Auch in der breiten Öffentlichkeit wird die engagierte und kontinuierliche Arbeit regionaler Netzwerke für Kinder psychisch erkrankter Eltern zunehmend wahrgenommen.

Jedoch scheitert der breite und verbindliche Ausbau der Hilfen für Familien bislang an den starren Grenzen der zugrunde liegenden Sozialgesetzbücher. Niedrigschwellige und bedarfsgerechte Hilfen sind aktuell nicht regelhaft zu finanzieren. Viele in den letzten Jahren aufgebaute Hilfen stehen aufgrund ihrer bisherigen Projektförderung vor dem Aus und können nicht verstetigt werden. Die Situation in den einzelnen Bundesländern gleicht für betroffene Familien einem Roulettespiel. So sind notwendige Bausteine eines möglichen Hilfesystems in einzelnen Bundesländern regelfinanziert - in den meisten anderen jedoch nicht.

Um diesen Misstand zu beseitigen, wurde durch den Dachverband Gemeindepsychiatrie, die AFET sowie die Katholische Fachhochschule Paderborn eine breite Verbändeinitiative auf Bundesebene initiiert, um einen Antrag auf Einrichtung einer Sachverständigenkommission zur Gestaltung der fachlich notwendigen Komplexleistungen an den Familien- und Gesundheitsausschuss des Bundestages zu stellen. Inzwischen gab es dort erste Beratungen.

Um den Prozess weiter zu befördern, Gemeindepsychiatrie und Jugendhilfe weiter zu vernetzen und die politische Initiative zu stützen, sind bei dieser Tagung zwei Fachforen der beteiligten Verbände geplant. Eine Verbreiterung der politischen Initiative wird dabei ein wichtiges Thema sein. Die wissenschaftlichen Beiträge zur Förderung von Komplexleistungen haben den Fokus "Schnittstellengestaltung" und "Netzwerkarbeit". Weitere Vorträge thematisieren kultursensible Arbeit, Kooperation und die Betroffenensicht. Daneben finden Workshops zu aktuellen Good Practise Modellen statt. Wir freuen uns den fachlichen Austausch und auf eine breite interdisziplinäre Diskussion mit Ihnen ...

Wolfgang Faulbaum-Decke Vorsitzender
Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V.

Birgit Görres Geschäftsführerin
Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V.


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