Die Homepageneugestaltung wurde von der DAK mitfinanziert. Wir danken an dieser Stelle für die freundliche Unterstützung.


 

"Es ist normal, verschieden zu sein." (Richard von Weizsäcker)


 

Für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen bedeutet Inklusion: Man wird nicht an einer angeblichen „Normgesellschaft“ gemessen. Normal ist vielmehr die Vielfalt, das Vorhandensein von Unterschieden. Die einzelne Person ist nicht mehr gezwungen, nicht erreichbare Normen zu erfüllen, vielmehr muss es die Gesellschaft sein, die bestehende Barrieren abbaut und Strukturen schafft, in denen sich Personen mit ihren Besonderheiten einbringen und auf die ihnen eigene Art wertvolle Leistungen erbringen können. So soll eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe im Sozialraum möglich und eine Ausgrenzung in Sonderwelten verhindert werden.

Hinter der großen Frage „Gelingt die Inklusion?“ stehen viele kleinteilige Fragen, die es im Einzelnen zu beantworten gilt. In ihrer Lebenswirklichkeit fragen sich Betroffene: „Welche ambulanten Versorgungsmodelle können mir helfen?“ - „Was sind meine rechtlichen Ansprüche an Leistungsträger?“ – „Wie finde ich einen Arbeitsplatz, der meinen Wünschen gerecht wird?“ – „Wer sind Ansprechpartner vor Ort?“ Darüber hinaus stellen sich aber genauso Fragen an Gesellschaft, Politik und Wirtschaft: „Wie finanzieren wir inklusive Maßnahmen?“ – „Wie können wir Barrieren abbauen?“ – „Wie gelingt die Eingliederung in den Arbeitsmarkt?“

Indem wir Antworten auf diese Fragen finden, kommen wir gleichzeitig ein Stück weiter auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft.

Inklusion kann nicht von staatlicher Seite verordnet werden, sondern ist ein Prozess, der durch die Gesellschaft getragen werden muss. Wir sind davon überzeugt: Inklusion von Menschen mit psychischen Erkrankungen wird dann möglich, wenn Betroffene über wirksame ambulante Behandlungsformen, rechtlichen Ansprüche und Möglichkeiten zur Selbsthilfe informiert sind. Und Inklusion beginnt dort, wo Menschen miteinander sprechen, Erfahrungen und Wünsche äußern und gemeinsam an Lösungen arbeiten, die an der Lebenswelt psychisch erkrankter Menschen orientiert sind.

Zusammen mit unseren Projektpartnern in den Modellregionen Berlin, Schwerin, Detmold, Pfalz und Bayern wollen wir in trialogischen Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen und begleitenden Informationsbroschüren deshalb folgendes erreichen:

  1. Wissen und Kompetenzen vermitteln. Wir wollen in neun Schwerpunkten (siehe unten) Wissen zu relevanten Themen der Gemeindepsychiatrie vermitteln und insbesondere Betroffene, aber auch alle anderen interessierten Bürger dazu befähigen, mitreden und informierte Entscheidungen treffen zu können. Wir wollen in verständlicher Sprache den aktuellen Stand der Debatte darstellen und beleuchten – sowohl aus der Sicht von Profis, aber auch aus der von Psychiatrie-Erfahrenen, die uns als Referenten die wichtige Perspektive der Betroffenen vermitteln können.
  2. Ein Forum für kritische Diskussion bieten. Um unsere Diskussion auf eine breite Basis zu stellen, wollen wir Träger der Gemeindepsychiatrie und Vertreter aus Politik, städtischer Verwaltung und Wirtschaft miteinander und mit Betroffenen, Angehörige und interessierte Bürger ins Gespräch bringen. Die Veranstaltungen werden durch Diskussionsrunden und Arbeitsgruppen offen und zugänglich gestaltet. Jeder Teilnehmer kann und soll sich mit seinen individuellen Fragen und Erfahrungen einbringen. Wir wollen dadurch regional vernetzte und in der Gemeindepsychiatrie verankerte Foren schaffen, in denen ein trialogischer Austausch ermöglicht wird, der über das Projekt hinaus Bestand hat.
  3. Perspektiven entwickeln und Impulse setzen. Wir wollen durch die Vermittlung von Fachwissen und die gemeinsame Arbeit in den trialogischen Foren herausfinden, was sich vor Ort konkret ändern muss, um Menschen mit psychischen Erkrankungen eine gleichberechtigte Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dadurch sollen schließlich den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen entsprechende Strategien und Ansprüche in Richtung Politik, Wirtschaft und Gesamtgesellschaft formuliert werden.

 

PIELAV ist das jüngste Projekt des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie e.V.

Die Abkürzung steht dabei für "Praktische Implementierung neuer, evidenzbasierter, leitliniengerechter, ambulanter Versorgungsmodelle".

gefördert durch

 

 

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4. Europäische Konferenz

Hiermit weisen wir auf die 4. Europäische Konferenz zur integrierten Versorgung und aufsuchender Behandlung bei psychischen Erkrankungen hin, die vom 13. - 15. September 2017 in Hamburg unter dem Thema "Voneinander lernen" stattfindet. [Booklet]

Fazit zum BTHG

Stellungnahme und Video

Der Paritätische Gesamtverband hat am 29. Juli ein kritisches Fazit zum aktuellen Entwurf des Bundesteilhabegesetzes vorgelegt und fordert Nachbesserungen. [herunterlanden].

Außerdem äußerte sich Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen, auf YouTube in der Rubrik "Rosenbrocks Meinung" zu diesem Thema. [zum Video]

--- Save the Date ---

Fachtagung des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie

"Gemeindepsychiatrie 2.0 – Fachtagung zu Chancen und Grenzen von E-Mental-Health" am 11. 11. 2016 in Berlin

Online-Atlas

"Hilfen der Gemeindepsychiatrie"

Die vielfältigen Angebote der Mitglieder des Dachverbands Gemeindepsychiatrie wurden seit 2015 durch ein Förderprojekt der DAK recherchiert und in einem Online-Atlas unter http://dvgp.mapcms.de für Nutzerinnen und Nutzer zugänglich gemacht. Trägerorganisationen haben die Möglichkeit, ihre Angebote eintragen zu lassen oder auch selbst einzupflegen. Das Projekt wird auch in diesem Jahr fortgeführt

Terminankündigung

Tagung Bundesteilhabegesetz am 15.11.2016 [mehr]

Fair Media

 

Eine Kampagne des Aktionsbündis Seelische Gesundheit

Die Medien prägen maßgeblich das Bild, das sich die Öffentlichkeit von Menschen mit psychischen Erkrankungen macht. Deshalb setzt sich das Aktionsbündnis in besonderem Maße für eine vorurteilsfreie und nicht stigmatisierende Berichterstattung und Darstellung in den Medien ein. Das neue Webportal mit Handlungsempfehlungen für Medien und mehr finden Sie [hier].

- NEUERSCHEINUNG -

Die Broschüre Meine Rechte aus der UN-Behinderten-rechtskonvention ist kürzlich erschienen und ab sofort zur Bestellung und zum Download verfügbar. Sie richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen und zeigt auf, welche Bedeutung die UN-BRK für Betroffene hat. Weitere Informationen finden Sie [hier].

Warum Mitglied werden?

Sie wollen den Dachverband Gemeindepsychiatrie kennen lernen? Weitere Informationen erhalten Sie ab jetzt auf YouTube.