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Hintergrundinformationen zur Gemeindepsychiatrie und dem Dachverband

Der Begriff „Gemeindepsychiatrie“ steht dafür, dass die Behandlung psychisch kranker Menschen nicht abgeschottet hinter Klinikmauern stattfinden soll, wie es noch in den 1970ern üblich war. Die Unterstützung durch verschiedene ambulante Therapieformen soll in der Gemeinde möglich sein, also dort wo die Menschen leben, wohnen und arbeiten. Gerade chronisch Kranken soll dadurch ein hohes Maß an Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe ermöglicht werden. Besonders die Debatte um die UN-Behindertenrechtskonvention und Forderung nach Inklusion haben den Positionen des Verbands in den letzten Jahren zusätzlichen Schub gegeben. Die vielfältigen Behandlungsansätze der Gemeindepsychiatrie werden heute auch von medizinischen Fachverbänden vertreten und sind aus der Versorgung nicht mehr Wegzudenken.

Dass dies einmal ganz anders war und Gemeinde und Psychiatrie in Deutschland lange Zeit strikte Gegensätze bildeten, daran wird auf dem Festakt des Dachverbands Gemeindepsychiatrie am 15. Juni in Köln ebenso erinnert werden. Noch bis weit in die 1970er-Jahre wurden Menschen in den psychiatrischen Großkliniken systematisch aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Besonders Menschen mit Psychosen, Schizophrenien und anderen schweren Krankheitsbildern wurde in den im Volksmund als „Irrenanstalten“ bekannten Einrichtungen weggeschlossen und so Langzeitpatienten ohne Hoffnung auf ein Leben außerhalb der Klinik. Oft verschlechterte sich Symptome durch Zwangsbehandlungen, Isolation und hochdosierte Psychopharmaka zusätzlich.

Eine Bewegung aus engagierten Bürgern, Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung und Angehörigen machte dagegen ab Ende der 1960er mobil. Sie prangerten die Zustände in den Großkliniken an und forderte unter Protestsprüchen „Irren ist menschlich!“ und „Freiheit heilt!“ ein Ende des Wegsperrens und einen menschlichen und respektvollen Umgang mit den Patienten. Der im September 1975 erschienene „Bericht über die Lage der Psychiatrie in der Bundesrepublik Deutschland“ (auch Psychiatrie-Enquete genannt), erstellt von einer Sachverständigenkommission aus Mitarbeitern aller Bereiche der Psychiatrie im Auftrag des Bundestages, gab den Kritikern recht. Im Zuge der folgenden Psychiatrie-Reform und der Auflösung der Großkrankenhäuser bildeten sich in Deutschland viele sogenannte Hilfsvereine und später Leistungsanbieter, die die Unterstützung der Betroffenen übernahmen und aus denen sich 1976 der Dachverband gründete, damals noch unter dem Namen „Dachverband Psychosozialer Hilfsvereinigungen e.V.“

Dachverband Gemeindepsychiatrie

Im Jahr 2003 beschloß der Dachverband psychosozialer Hilfsvereinigungen e.V. sein neues Leitbild und änderte seinen Namen in Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. [mehr]

Gemeinsam sind wir stark

Der Dachverband unterstützt und fördert den Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. seit seiner Gründung 1992 bei dem Aufbau seines Selbsthilfeverbandes und seiner politischen Interessenvertretung. [mehr] [aktuelle Tagung]

Zur Geschichte des Dachverbandes

Eine Selbstdarstellung des Dachverbandes auf 24 Folien kann hier als pdf heruntergeladen werden. [Teil 1] [Teil 2]

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. erkennt die Leitsätze der Selbsthilfe für die Zusammenarbeit mit Personen des privaten und öffentlichen Rechts, Organisation und Wirtschaftsunternehmen, insbesondere im Gesundheitswesen vom 29.04.2006 der BAG Selbsthilfe an. [mehr]

ist es psychisch erkrankte Menschen als Mitbürger mit vielfältigen Kompetenzen - neben ihrer Erkrankung - zu sehen. [mehr]

Tätigkeitsberichte 2013 und 2014

Die Tätigkeitsberichte des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie von 2013 und 2014 können hier heruntergeladen werden.

Tätigkeitsberichte 2011 und 2012

Rolf Jahn

Die Tätigkeitsberichte des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie von 2011 und 2012 können hier heruntergeladen werden.

Birgit Görres

Die ambulante, gemeinde- und wohnortnahe Versorgung von Menschen mit einer psychischen Erkrankung wurde mit der Gründung des Ostfriesischen Vereins für psychosoziale Betreuung e.V. vor 20 Jahren beschlossen und umgesetzt. [mehr]

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Fazit zum BTHG

Stellungnahme und Video

Der Paritätische Gesamtverband hat am 29. Juli ein kritisches Fazit zum aktuellen Entwurf des Bundesteilhabegesetzes vorgelegt und fordert Nachbesserungen. [herunterlanden].

Außerdem äußerte sich Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen, auf YouTube in der Rubrik "Rosenbrocks Meinung" zu diesem Thema. [zum Video]

--- Save the Date ---

Fachtagung des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie

"Gemeindepsychiatrie 2.0 – Fachtagung zu Chancen und Grenzen von E-Mental-Health" am 11. 11. 2016 in Berlin

Online-Atlas

"Hilfen der Gemeindepsychiatrie"

Die vielfältigen Angebote der Mitglieder des Dachverbands Gemeindepsychiatrie wurden seit 2015 durch ein Förderprojekt der DAK recherchiert und in einem Online-Atlas unter http://dvgp.mapcms.de für Nutzerinnen und Nutzer zugänglich gemacht. Trägerorganisationen haben die Möglichkeit, ihre Angebote eintragen zu lassen oder auch selbst einzupflegen. Das Projekt wird auch in diesem Jahr fortgeführt

Terminankündigung

Tagung Bundesteilhabegesetz am 15.11.2016 [mehr]

Fair Media

 

Eine Kampagne des Aktionsbündis Seelische Gesundheit

Die Medien prägen maßgeblich das Bild, das sich die Öffentlichkeit von Menschen mit psychischen Erkrankungen macht. Deshalb setzt sich das Aktionsbündnis in besonderem Maße für eine vorurteilsfreie und nicht stigmatisierende Berichterstattung und Darstellung in den Medien ein. Das neue Webportal mit Handlungsempfehlungen für Medien und mehr finden Sie [hier].

- NEUERSCHEINUNG -

Die Broschüre Meine Rechte aus der UN-Behinderten-rechtskonvention ist kürzlich erschienen und ab sofort zur Bestellung und zum Download verfügbar. Sie richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen und zeigt auf, welche Bedeutung die UN-BRK für Betroffene hat. Weitere Informationen finden Sie [hier].

Warum Mitglied werden?

Sie wollen den Dachverband Gemeindepsychiatrie kennen lernen? Weitere Informationen erhalten Sie ab jetzt auf YouTube.