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Jubiläum

40 Jahre Psychiatrie-Enquete,
40 Jahre Dachverband Gemeindepsychiatrie

2016 feiern wir zusammen mit allen langjährig engagierten Kräften der Gemeindepsychiatrie das 40. Jubiläum der wegweisenden Psychiatrie-Enquete aus dem Jahr 1975 sowie das ebenfalls 40-jährige Bestehen unseres Verbands - damals gegründet unter dem Namen "Dachverband Psychosozialer Hilfsvereine". Zu diesem Anlass wollen wir einen ausgiebigen Blick darauf werfen, was wir zusammen über die vier Jahrzehnte erreicht haben - aber auch darauf, was in Zukunft noch zu tun ist. 

Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projektes konnte die Historie der Gemeindepsychiatrie, die im Zuge der Psychiatrie-Enquete entstand, erstmalig umfassend recherchiert und aufbereitet werden. Der Kölner Journalist Ludwig Janssen hat daraus in enger Zusammenarbeit mit Birgit Görres, Geschäftsführerin des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie, einen 166-seitigen Reader zur Historie des Verbandes erstellt - mit zahlreichen Interviews, wesentlichen Fachartikel sowie einer umfassenden Chronologie, aufgeteilt in vier Kapitel zu jeweils zehn Jahren. Für den Reader wurden umfangreiche Archivmaterialien gesichtet und erfasst sowie maßgebliche Personen, die die Entwicklung der Gemeindepsychiatrie auf Bundes- und regionaler Ebene prägten, interviewt.
Der Reader kann ab sofort bestellt werden.

 

Reader

40 Jahre Psychiatrie-Enquete, 40 Jahre Dachverband Gemeindepsychiatrie. Eine Chronik mit Interviews und Fachartikeln

von Birgit Görres und Ludwig Janssen (Hg.)

 

166 Seiten, DIN-A4, gebunden.

Schutzgebühr: 15,- EUR

 

 

 

 

  • Informationen zu den Bestellmöglichkeiten finden Sie im Bestellschein
  • Sie wollen mehr zu den Themen des Readers erfahren und in einzelne Kapitel reinlesen? Dann finden Sie hier eine kostenlose Vorschauversion.

 

 

 



Mit freundlicher Unterstützung

 

 

Pressmeldung zum 40-jährigen Jubiläum des Dachverbands Gemeindepsychiatrie

 

Seit 40 Jahren für Menschen mit psychischen Erkrankungen engagiert

 

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. feiert am 15. Juni 2016 sein vierzigjähriges Jubiläum mit einem Festakt in Köln. Zu den Gratulanten gehören neben Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der Staatsekretärin im Gesundheitsministerium NRW Martina Hoffmann-Badache viele Wegbegleiter der Organisation. Die Wurzeln des Verbands liegen in der Bürgerbewegung der 1970er-Jahre, die sich für eine reformierte Psychiatrie und die Rechte psychisch erkrankter Menschen einsetzte. Ausgangspunkt der gemeindepsychiatrischen Organisationen waren die Schließungen der Großkliniken und Wiederbeheimatung chronisch psychisch erkrankter Menschen. Gemeindepsychiatrische Behandlungsmethoden, die die Selbstbestimmung des Patienten und seine gesellschaftliche Teilhabe in den Mittelpunkt stellen, sind heute aus der Versorgung psychisch erkrankter und seelisch behinderter Menschen nicht mehr wegzudenken.

KÖLN, den 06.06.2016

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. feiert am 15. Juni 2016 dort sein vierzigjähriges Jubiläum, wo alles begann – im Rheinland. Zu den Gästen, die zum Festakt ins Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum eingeladen sind, gehören neben Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der Staatsekretärin im NRW-Gesundheitsministerium Martina Hoffmann-Badache auch viele Wegbegleiter der Organisation. Seit seiner Gründung im Jahr 1976 setzt sich der Dachverband für die Rechte psychisch erkrankter Menschen ein und hat zusammen mit seinen 210 Mitgliedsorganisationen eine Versorgungslandschaft mit aufgebaut, in der sich die Behandlung an den Bedürfnissen und der Lebenswelt der Menschen orientiert.

Die seelische Gesundheit zu stärken, ist heute so wichtig wie nie zuvor, denn in unserer hektischen Leistungsgesellschaft werden immer mehr Menschen psychisch krank. Viele kennen das aus eigener Erfahrung: Im Büro fehlen die Kollegen wegen eines Burnouts, ein Angehöriger leidet an Alkoholsucht und man selbst liegt nachts wach und hat Angst, den vielen Anforderungen des Alltags nicht gerecht zu werden. Untersuchungen wie der Gesundheitsreport 2015 der DAK belegen, dass psychische Erkrankungen die zweithäufigste Ursache für Krankschreibungen sind und sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt haben.

Wenn die Seele auf der Strecke zu bleiben droht, dann ist es wichtig, die Menschen mit Ihren Problemen nicht alleine zu lassen: Gemeindepsychiatrische Anbieter sorgen hier im Netzwerk mit Therapeuten, Ärzten, Betreuern und ehrenamtlichen Helfern dafür, dass Betroffene wohnortnahe und niedrigschwellige Hilfen erhalten. So können Verschlechterungen der Krankheitssymptome oft frühzeitig verhindert werden. Menschen mit schweren und chronischen psychischen Störungen ermöglichen die Träger derorganisationen des Verbands, darunter Selbsthilfevereine, Kliniken Therapeuten und Integrationsfirmen ein Leben in der Gemeinschaft durch ambulante Unterstützungen, verschiedene Wohnformen und inklusive Arbeitsmöglichkeiten.

„Es ist unsere gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe, das Wohl des Menschen als Mittelpunkt unserer Arbeit zu sehen und unser Handeln danach auszurichten. Entsprechend müssen sich Institutionen wie der Dachverband Gemeindepsychiatrie – und regionale Hilfeleistende der Gemeindepsychiatrie wie auch Krankenhäuser, Kirchen und Behörden weiterentwickeln und ihre Kräfte in Netzwerken bündeln. Die politisch Verantwortlichen müssen die Rahmenbedingungen und Finanzierungsgrundlagen dafür schaffen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen auch in Zukunft jene ambulanten Unterstützungsmöglichkeiten erhalten, die sie stark machen und als selbstbestimmte Bürger an der Gesellschaft teilhaben lassen“, so Wolfgang Faulbaum-Decke, Vorsitzender des Dachverbands Gemeindepsychiatrie.

Der Verband vertritt insgesamt 210 dieser Anbieter mit rund 20.000 Mitarbeitern in ganz Deutschland. Dank ihres Fachwissens und ihrer Vernetzung gelingt es, neue und innovative Behandlungen anzubieten und damit nachweislich medizinisch nachhaltigere und langfristig kostengünstigere Ergebnisse zu erzielen. Auf politischer Ebene setzt sich der Dachverband für die fachliche Interessen seiner Mitglieder ein und dafür, dass Qualität auch in Zukunft finanzierbar bleibt. Ein wichtiges Zukunftsthema ist daher auf der zweitägigen Jahrestagung 2016, die unter dem Motto „Blick nach vorne“ im Anschluss an den Festakt stattfindet, die kommende Einführung des Bundesteilhabegesetzes und die Auswirkungen auf die Leistungsträger gemeindepsychiatrischer Hilfen.

[Pressemeldung herunterladen]

 


 

Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V.
Geschäftsstelle
Richartzstraße 12
50667 Köln
Tel.: (0221) 277 938 70
Fax: (0221) 277 938 77
E-Mail: dachverband@psychiatrie.de

  • Peter Bruhn
  • Dirk Wäcken

40. Jubiläum Die Brücke Lübeck [mehr]

Helmut Köster

Am 25. März 2011 ist Dr. med. Helmut Koester nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 87 Jahren verstorben. Dr. Koester war als erster Vorsitzender für den 1976 gegründeten Dachverband Psychosozialer Hilfsvereinigungen, heute Dachverband Gemeindepsychiatrie, ein wichtiger Starthelfer und Wegbereiter. [mehr]

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Wichtig ist die Orientierung an der Lebenswelt der Menschen

Birgit Görres

Seit der Psychiatrie-Enquete Mitte der 1970er Jahre hat sich in der Versorgung psychisch kranker Menschen in Deutschland vieles deutlich verbessert. maßgeblich dazu beigetragen haben die im Dachverband Gemeindepsychiatrie zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen, Gruppen und Trägerorganisationen sowie die Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie. Doch auch fast 40 Jahre nach Beginn der Psychiatriereform sehen Birgit Görres und Richard Suhre - Geschäftsführerin und Geschäftsführer beider Organisationen - noch erheblichen Handlungsbedarf bei der gemeindenahen Weiterentwicklung sozialpsychiatrischer Hilfen. Mehr dazu im Interview mit Ulrike Bauer, Der Paritätische [hier]

AGpR Rheinland e.V.

25jähriges Bestehen - die Arbeitsgemeinschaft Psychiatrie Rheinland (AGpR) hätte allen Grund gehabt, sich selbst zu feiern.

Das lockte selbst die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens am 20. September zur AGpR- Inklusionspreisverleihung nach Wermelskirchen. In ihrer Laudatio an die Preisträger hob sie die spezifischen Ausgrenzungen von Menschen mit psychischen Behinderungen hervor und betonte den besonderen Wert dieses AGpR-Förderpreises. [mehr]

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4. Europäische Konferenz

Hiermit weisen wir auf die 4. Europäische Konferenz zur integrierten Versorgung und aufsuchender Behandlung bei psychischen Erkrankungen hin, die vom 13. - 15. September 2017 in Hamburg unter dem Thema "Voneinander lernen" stattfindet. [Booklet]

Fazit zum BTHG

Stellungnahme und Video

Der Paritätische Gesamtverband hat am 29. Juli ein kritisches Fazit zum aktuellen Entwurf des Bundesteilhabegesetzes vorgelegt und fordert Nachbesserungen. [herunterlanden].

Außerdem äußerte sich Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen, auf YouTube in der Rubrik "Rosenbrocks Meinung" zu diesem Thema. [zum Video]

--- Save the Date ---

Fachtagung des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie

"Gemeindepsychiatrie 2.0 – Fachtagung zu Chancen und Grenzen von E-Mental-Health" am 11. 11. 2016 in Berlin

Online-Atlas

"Hilfen der Gemeindepsychiatrie"

Die vielfältigen Angebote der Mitglieder des Dachverbands Gemeindepsychiatrie wurden seit 2015 durch ein Förderprojekt der DAK recherchiert und in einem Online-Atlas unter http://dvgp.mapcms.de für Nutzerinnen und Nutzer zugänglich gemacht. Trägerorganisationen haben die Möglichkeit, ihre Angebote eintragen zu lassen oder auch selbst einzupflegen. Das Projekt wird auch in diesem Jahr fortgeführt

Terminankündigung

Tagung Bundesteilhabegesetz am 15.11.2016 [mehr]

Fair Media

 

Eine Kampagne des Aktionsbündis Seelische Gesundheit

Die Medien prägen maßgeblich das Bild, das sich die Öffentlichkeit von Menschen mit psychischen Erkrankungen macht. Deshalb setzt sich das Aktionsbündnis in besonderem Maße für eine vorurteilsfreie und nicht stigmatisierende Berichterstattung und Darstellung in den Medien ein. Das neue Webportal mit Handlungsempfehlungen für Medien und mehr finden Sie [hier].

- NEUERSCHEINUNG -

Die Broschüre Meine Rechte aus der UN-Behinderten-rechtskonvention ist kürzlich erschienen und ab sofort zur Bestellung und zum Download verfügbar. Sie richtet sich an Menschen mit psychischen Erkrankungen und zeigt auf, welche Bedeutung die UN-BRK für Betroffene hat. Weitere Informationen finden Sie [hier].

Warum Mitglied werden?

Sie wollen den Dachverband Gemeindepsychiatrie kennen lernen? Weitere Informationen erhalten Sie ab jetzt auf YouTube.