Kurzbericht zum 4. Fachtag »Begegnung mit süchtigen Klienten« am 1. März 2012 in Leipzig

Der 4. gemeinsame Fachtag »Begegnung mit süchtigen Klienten – eine unvermeidbare Herausforderung zum gemeinsamen Handeln« am 1. März 2012 in HTWK in Leipzig war sehr erfolgreich. Mit ca. 200 Teilnehmenden war die Veranstaltung ausgebucht, so dass das Audimax der Hochschule eng besetzt war.
Dr. Martin Reker, Psychiater, Psychotherapeut, ltd. Abteilungsarzt in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bethel, Bielefeld, klärte in seinem Beitrag die Fragen »Recht auf Scheitern oder Recht auf Hilfe? Wer ist verantwortlich, wenn suchtkranke Menschen ihr Leben in den Sand setzen?« Ja, Menschen haben ein Recht zu scheitern und wenn sie sich daraufhin in einer problematischen Lebenssituation befinden ist ihnen zu helfen. Es ist mit Ihnen an Perspektiven zu arbeiten und die Verantwortung für den weiteren Weg ist ihnen zu belassen. Gemeinsame Lösungssuche ist das tragende Moment.
Dr. Thomas Specht, Geschäftsführer der BAG Wohnungslosenhilfe, referierte zu dem Thema »Menschen mit einer Suchterkrankung und ihr Zugang zu den Arbeitsmärkten«. In seinem Beitrag belegte er anhand von umfangreichen Zahlenmaterial das Menschen mit Suchterkrankungen und längerer Arbeitslosigkeit so gut wie keine Chancen auf ein relativ sicheres Arbeitsverhältnis haben. Der Anteil der Bevölkerung - und dazu gehören vielfach Menschen mit einer Suchterkrankung - die in verfestigter Armut leben hat sich von 1988 bis zum Jahre 2010 nahezu verdoppelt. Specht kommt in seinem Beitrag zu dem Fazit: Für Langzeitarbeitslose ist das Recht auf Arbeit weitgehend ein verlorenes Recht.
Udo Behrendes, Polizeidirektor beim Polizeipräsidium Köln, begründet in seinem Vortrag die Notwendigkeit und die Art und Weise der Zusammenarbeit von Polizei, Ordnungsbehörde und Institutionen der Sozialarbeit im Sinne der suchterkrankten Klienten. In den oftmals komplexen Situationen hat aus seiner Sicht die Sozialarbeit mit ihren Aktivitäten immer den Vorrang. Er berichtet an Beispielen aus Bonn und Köln, wie erfolgreich diese Arbeit bei gegebener Rollenklarheit gestaltet werden kann und welchen positiven Nutzen die betroffenen Personen aus einer guten Zusammenarbeit ziehen können, denn, Menschen mit Suchterkrankungen sind in der »Straßenszene« die Schwächsten und Verletzlichsten.
Neben den 3 Hauptvorträgen fanden noch 8 Foren statt, die alle gut besucht waren. Hier finden Sie demnächst die Vorträge.
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»Soziale Kehrtwende!« Informationen zur Tagung vom 1. - 2. Februar 2013 der Soltauer Initiative
»Da es nicht für alle reicht, springen die Armen ein.«
- Ernst Bloch
Wie lange geht das noch?
Unter dem Motto »Umfairteilen« fand vom 1. - 2. Februar 2013 in Köln die Tagung »Soziale Kehrtwende« der Soltauer Initiative statt. Wir haben schon einige Informationen und Vorträge für Sie bereitgestellt.
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»ARBEIT FÜR ALLE« - Informationen über den Fachtag 2011
Am Freitag, den 11. Februar 2011 fand im Hospitalhof in Stuttgart der zweite Fachtag des Fachauschusses Arbeit und Beschäftigung der DGSP - »ARBEIT FÜR ALLE« - statt. An der Veranstaltung nahmen ca. 150 TeilnehmerInnen teil. Neben den Grundsatzreferaten boten die fünf Workshops vielfältige Praxisbeispiele. Nachfolgend die Hauptvorträge dieser Tagung im PDF Format:
»Segel setzen« - Dokumentation zur Fachtagung vom 8. - 10. Juli 2010 in Hannover
Die mit ca. 160 Teilnehmenden gut besuchte Tagung ist sehr erfolgreich verlaufen. Dies hat die Initiatoren dieser Tagung motiviert im März 2012 eine weitere Tagung für MitarbeiterInnen sozialpsychiatrischer Dienste anzubieten. Eine ausführliche Dokumentation zu der Tagung finden Sie hier [Link].

