Depression


Antworten auf die häufisten Fragen von Familien mit depressiv erkrankten Menschen gibt Dr. Jeannette Bischkopf

 

Ich bin seit mehreren Jahren in meiner Beziehung mit der Depression konfrontiert; mittlerweile denke ich manchmal, ich bin selbst depressiv, weil es sehr schwer ist, zwischen „normalen” Konflikten und denen, die aufgrund der Depression immer wieder entstehen, zu differenzieren.

Streiten bzw. Auseinandersetzungen sind sehr schwierig. Seit vier Monaten erfolgt eine stationäre Therapie, aber die Talsohle ist immer noch nicht erreicht.

Und mir geht langsam die Puste aus. Und ich denke, vieles ist wahrscheinlich typisch, aber das hilft mir im Einzelfall auch nicht viel, deshalb suche ich nach Austausch mit anderen Betroffenen.

Solche und ähnliche Anfragen erreichen unseren Verband häufig: in den örtlichen Angehörigengruppen, unserer Beratungshotline oder per Email - und das mit stark zunehmender Tendenz. Das ist kein Wunder, ist doch mittlerweile auch in der Öffentlichkeit angekommen, dass Depressionen schwere, ernst zu nehmende und häufige Erkrankungen sind und das Wort von der „Volkskrankheit Depression“ ist in aller Munde.

Wie bei allen psychischen Krankheiten sind die Familien – Eltern, Partner, Kinder und Geschwister der Erkrankten – intensiv mit betroffen. Deshalb haben wir uns entschlossen, Informationen sowie ganz praktische Ratschläge und Empfehlungen für die Menschen zusammen zu stellen, die mit einem depressiv Erkrankten leben, die helfen (wollen), aber auch eigene Grenzen erfahren (müssen).

Hier möchten wir als Selbsthilfeverband sehr gerne Wegbegleiter sein, mit dieser Broschüre, aber auch mit dem Austausch und der Unterstützung, wie sie die Begegnung in Angehörigengruppen erfahrbar macht.

Aus dem Inhalt:

 

Informationen, die verstehen helfen

  • Wie erkennt man eine Depression?
  • Welche Formen von Depression gibt es?
  • Wer hat ein erhöhtes Risiko, eine Depression zu entwickeln?
  • Welche Bedingungen schützen vor einer Depression?
  • Treten Depressionen immer allein auf?
  • Wie häufig sind Depressionen?
  • Haben Männer und Frauen das gleiche Risiko, eine Depression zu entwickeln?
  • Wie verläuft eine Depression?
  • Wie werden Depressionen behandelt?
  • Was ist Psychoedukation?
  • Wie kann man erkennen, ob jemand suizidgefährdet ist?

Gefordert, nicht überfordert sein

  • Wie erleben Angehörige die Depression?
  • Welche Phasen durchlebt man als Angehöriger, wie kann man sich abgrenzen?
  • Welche gesundheitlichen Risiken tragen die Angehörigen?
  • Welche finanziellen und sozialen Risiken kann eine Depression mit sich bringen?
  • Welche Auswirkungen kann eine Depression auf die Partnerschaft haben?
  • Wann kann eine Paartherapie bei Depression hilfreich sein?
  • Was macht die Kommunikation mit einem depressiven Menschen so schwierig?

Betroffen ist die ganze Familie!

  • Was können Angehörige tun?
  • Wie erleben Kinder die Situation?
  • Sind Depressionen in der Familie ein Entwicklungsrisiko für Kinder?
  • Wie erleben Geschwister die Situation? Was können sie tun?
  • Wie erleben Eltern die Situation und was können sie tun?
  • Wie erleben Freunde und Bekannte die Situation und was können sie tun?
  • Wie wirkt sich Depression im Beruf aus?
  • Wie wirkt sich Stigmatisierung aus?
  • Wo bekommen Angehörige sonst noch Hilfe?

Literaturempfehlungen

Weiterführende Informationen

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