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Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker (BApK)
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Psychisch krank - und jetzt?
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Wer Angehörige von psychisch kranken Menschen fragt, was ihnen in ihrer Lage am meisten fehlt, hört als Antwort meist: Information und Verständnis. Daher ist es kein Zufall, dass Information und Verständnis zwei Schlüsselwörter sind für den Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker, die Landesverbände und die lokale Angehörigengruppen, die sich als Familien-Selbsthilfe Psychiatrie seit Jahrzehnten entwickelt haben.
Familie steht in unserem Verständnis für den sozialen Rahmen, den jeder Mensch braucht – sei er nun gesund oder krank. Jeder hat in diesem Rahmen Rechte und Pflichten, ist Geber und Nehmer zugleich. Wenn ein Familienmitglied psychisch krank wird, gerät dieser Rahmen nicht selten aus den Fugen. Zwar hat der Erkrankte besonderen Anspruch auf Hilfe und Rücksichtnahme, aber auch die anderen Familienmitglieder haben Rechte, die auf Dauer nicht unbeachtet bleiben können, wenn man nicht den Zerfall des familiären Zusammenhalts riskieren will.
Aus Sicht der Familien, von Angehörigen für Angehörige, wurden die folgenden Texte zusammengestellt. In erster Linie richten sie sich an Menschen, die erstmals mit einer psychischen Erkrankung zu tun haben, aber auch andere werden die eine oder andere Anregung erhalten.
So finden Sie in konzentrierter Form Basiswissen über die Krankheitsbilder Depression, bipolare Störungen, Schizophrenie, Angst- und Zwangsstörungen. Bei ernsthaften Erkrankungen ist in der Regel Hilfe von außen nötig – ob es nun um die Bewältigung von Krisen, um Therapie, Rehabilitation und soziale Sicherung für den Erkrankten oder um finanzielle und seelische Belastungen der Angehörigen geht. Auch darüber wollen wir einen Überblick geben und Angehörige ermutigen, ihr Schicksal aktiv zu gestalten, ihre Rechte und die des Kranken zu wahren und die Hilfen einzufordern, die sie brauchen.
Dies ist – wie wir wissen – keine leichte Aufgabe. Gemeinsam geht es leichter: In der Familien-Selbsthilfe Psychiatrie, einer Bewegung, die seit den 80er Jahren Angehörige von psychisch Kranken zusammenführt, finden Sie Betroffene, die Ihnen den Rücken stärken und Mut machen können.
Sofern nicht andere Quellen angegeben sind, wurden die folgenden Texte der Broschüre "Psychisch krank - und jetzt?" entnommen. Die Broschüre ist zu beziehen über unsere Geschäftsstelle; siehe auch Publikationen. Detailliertere Informationen zu einzelnen Themen finden Sie in den entsprechenden Rubriken des Psychiatrienetzes. Zur Startseite.
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Unter uns gesagt [ mehr ]
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Irrtümer und falsche Vorstellungen [ mehr ]
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„Es ist ja nur psychisch...“ [ mehr ]
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Zwiespalt der Gefühle [ mehr ]
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Aus einer Angehörigengruppe "Mein Mann ist zu Hause und macht überhaupt nichts – muss ich das als Folge seiner psychischen Krankheit hinnehmen oder soll ich mich dagegen wehren?" |
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Zehn Regeln für Angehörige [ mehr ]
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Dr. Manfred Ziepert, langjähriger Chefarzt der Psychiatrie des Landesfachkrankenhauses Stadtroda referierte bei Veranstaltungen der Familien-Selbsthilfe Psychiatrie über das Dilemma der Angehörigen zwischen der Liebe und Fürsorge für ihr krankes Familienmitglied und der häufig als schmerzlich empfundenen Notwendigkeit, sich abzugrenzen. (PDF-Datei) |
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In einem weiteren Referat hat Dr. Manfred Ziepert dargestellt, wie wichtig es für Angehörige ist, Trauer und Zorn zuzulassen, um aus der Überwindung dieser Gefühle neue Lebenskraft zu schöpfen zu können. |
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Der Tod Robert Enkes und die Folgen, auch für seine Hinterbliebenen, werden sicherlich noch längere Zeit die Medien beschäftigen. Auch kommt fast zwangsläufig die Frage auf, ob der behandelnde Arzt und auch Angehörige sowie Freunde mehr hätten tun können. Robert Enke hat aber, so die Aussage seines Psychiaters, nie ernsthaft den Eindruck erweckt, selbstmordgefährdet zu sein. Der Torhüter sei regelmäßig und zuverlässig zur Behandlung erschienen. Das Ausmaß seines Leidensdrucks habe er erfolgreich verborgen. [ mehr ]
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Gedanken von Prof. Asmus Finzen
"Der Suizid Robert Enkes wirft viele Fragen auf. Ich war überzeugt davon, dass die Depression in den letzten zwei Jahrzehnten anders als die Schizophrenie keine Krankheit mehr war, die man verstecken muss. Offenbar habe ich mich getäuscht."
[ mehr ]
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Psychische Erkrankungen
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Ursachen - Diagnosen - Krankheitsbilder
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Die Frage nach den Ursachen [ mehr ]
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Aus einer Angehörigengruppe "Erst hieß es: manisch-depressive Erkrankung, jetzt spricht man von Schizophrenie. Wie kommt es zu so unterschiedlichen Diagnosen?" |
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Die Sache mit den Diagnosen [ mehr ]
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Schizophrene Psychosen [ mehr ]
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Aus einer Angehörigengruppe "Sie fühlt sich dem Alltag und den kleinsten Anforderungen im Beruf nicht gewachsen und möchte alles hinwerfen. Wir wissen nicht, was wir ihr raten und wie wir ihr helfen können." |
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Aus einer Angehörigengruppe "Er wurde unheimlich aktiv und unternehmenslustig. Die Behandler sahen das als positives Zeichen nach der Depression. Wir wussten aber aus Erfahrung, dass er wieder in die Manie geriet." |
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Bipolare Störungen (manisch-depressive Erkrankungen) [ mehr ]
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Zwangserkrankungen [ mehr ]
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Borderline-Störung [ mehr ]
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Suchterkrankungen [ mehr ]
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Therapien bei psychischen Störungen
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Art und Schwere vieler seelischer Erkrankungen erfordern die gleichzeitige Anwendung von Pharmakotherapie und Psychotherapie. Vor allem bei schweren und lang andauernden Verläufen müssen beide Behandlungsverfahren durch soziotherapeutische Maßnahmen, also Hilfen bei der Lebensbewältigung in den Bereichen Arbeit, Wohnen, Freizeit und Tagesstrukturierung, ergänzt werden.
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Was leisten Medikamente? [ mehr ]
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Aus einer Angehörigengruppe "Ich habe große Angst vor einem Rückfall, weil er seine Pillen nicht mehr nimmt, was soll ich tun?" "Er muss selbst lernen, mit seiner Krankheit und den Medikamenten umzugehen, ich möchte nicht sein Aufpasser sein." |
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Was versteht man unter einer Psychotherapie? [ mehr ]
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Aus einer Angehörigengruppe "Meine Schwester ist jetzt in Behandlung bei einem Psychiater und Psychotherapeuten, aber der fragt nur, ob sie die Medikamente nimmt und verträgt. Ist das nicht zu wenig? Wäre nicht auch Psychotherapie angebracht?" |
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Aus einer Angehörigengruppe "Unsere Tochter kommt mit ihrem Haushalt und dem Kind überhaupt nicht klar, alles vergammelt. Manchmal macht sie noch nicht mal ihre Post auf und verpasst dann wichtige Termine oder Fristen." |
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Standards in der psychiatrischen Behandlung
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Wie in der Medizin allgemein gibt es auch in der Psychiatrie eine Fülle von verschiedenen Behandlungsmethoden, Lehrmeinungen und Denkrichtungen. Da es keine eindeutige Ursachenerklärung für psychische Erkrankungen gibt, tauchen öfter als in der somatischen Medizin neue Thesen auf und verschwinden auch wieder.
Psychiatrische Konzepte und Therapien pendeln zwischen einem rein medizinischen und einem psychosozialen Pol. Es ist deshalb für Patienten und Angehörige schwierig, eine gute und moderne Therapie zu erkennen.
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Aus einer Angehörigengruppe Ein Ehemann fragt, ob es in Ordnung ist, wenn die Klinik wochenlang den Kontakt mit seiner erkrankten Frau unter Hinweis auf ihren bei der Aufnahme geäußerten Willen abblockt. |
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Aus einer Angehörigengruppe "Es war vereinbart, dass sie bei einem Rückfall wieder in diese Klinik kommt – als es dann soweit war, hat man sich aber nicht daran gehalten." |
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Das Versorgungssystem für psychisch kranke Menschen
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Für Patienten und Sie als Angehörige stellt sich das psychiatrische Hilfesystem vielfach als „Dschungel“ dar. Die Versorgungslandschaft ist von Bundesland zu Bundesland und von Landkreis zu Landkreis sehr unterschiedlich. Die hier folgende Auflistung wichtiger Bausteine des Hilfesystems kann daher nur eine recht grobmaschige Orientierung liefern. Erschwerend kommt hinzu, dass es vielfach keine einheitlichen Bezeichnungen gibt. Einrichtungen mit vergleichbarem Angebot tragen in verschiedenen Ländern ganz unterschiedliche Bezeichnungen; umgekehrt gelten identische Bezeichnungen oft für ganz unterschiedliche Dienste. Es führt also kein Weg daran vorbei, dass Sie sich vor Ort über das jeweilige Angebot mit seinen Vorzügen und Nachteilen informieren, besonders auch im Austausch mit anderen Betroffenen.
Hilfen und Unterstützungsangebote für psychisch Kranke und ihre Familien sind in Deutschland in zwei verschiedenen Bereichen angesiedelt: im Gesundheits- und im Sozialwesen. Dies hat erhebliche, vor allem auch finanzielle Konsequenzen für die Betroffenen und ihre Familien. Im Ergebnis läuft es auf eine klare Benachteiligung gegenüber körperlich Kranken hinaus. Krankenkassen und andere Kostenträger der medizinischen Versorgung sind bestrebt, notwendige Leistungen für psychisch Kranke nicht als Bestandteil der medizinischen Versorgung und damit ihrer Zahlungsverpflichtung anzuerkennen. Daher sind große Bereiche der Versorgung und Betreuung psychisch Kranker im Sozialwesen angesiedelt. Gängig ist es, die psychiatrischen Hilfen in stationäre, teilstationäre, ambulante und komplementäre (ergänzende) Angebote zu unterteilen. Unsere Darstellung des Hilfesystems orientiert sich an dieser traditionellen und noch vielerorts vorherrschenden Einteilung. Wie aber schon erwähnt, wird von Erkrankten und Angehörigen oft kritisiert, dass diese Einteilung an ihren Bedürfnissen und Wünschen vorbeigeht und dass in Krisensituationen keine wirkliche Hilfe geleistet wird. Es gibt seit einigen Jahren viel versprechende Ansätze, daran etwas zu ändern, auf die wir jedoch an dieser Stelle nicht näher eingehen können. Die Reihenfolge, in der die Hilfen und Einrichtungen hier abgehandelt werden, bedeutet jedenfalls keine Wertung, wie wichtig sie im Einzelfall sind. Der Aufenthalt in der Klinik hat sich heute für die allermeisten Patienten im Vergleich zu früher enorm verkürzt; in gleichem Maß ist die Bedeutung der außerstationären Hilfen gewachsen, ohne dass sie jedoch schon überall im erforderlichen Maß zur Verfügung stehen.
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Psychiatrisches Krankenhaus und psychiatrische Abteilung am Allgemeinkrankenhaus [ mehr ]
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Der Allgemeinarzt [ mehr ]
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Aus einer Angehörigengruppe Ein psychisch kranker junger Mann hat ein neues Medikament bekommen, das unerwartete Nebenwirkungen hat. Die Eltern wollen den Psychiater aufsuchen, doch der ist verreist und hat keinen Vertreter benannt. |
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Niedergelassene Nervenärzte [ mehr ]
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Institutsambulanzen an psychiatrischen Kliniken und Abteilungen [ mehr ]
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Aus einer Angehörigengruppe "Unserer Tochter geht es ziemlich schlecht, sie will aber auf keinen Fall ins Krankenhaus. Gibt es Möglichkeiten, dass sie auch zu Hause betreut und behandelt wird?" |
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Sozialpsychiatrische Dienste [ mehr ]
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Psychiatrie-Koordinator [ mehr ]
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Besonders wichtig, weil hilfreich für die Familien chronisch Erkrankter, sind folgende Angebote im ambulanten Bereich:
- Betreutes Wohnen
- Krisennotdienste
- Ambulante psychiatrische Pflege
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Betreutes Wohnen [ mehr ]
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Aus einer Angehörigengruppe Ein junger Mann ist nach dem Klinikaufenthalt in eine betreute WG gezogen, und die Eltern sind glücklich, dass er sich dort wohlfühlt. Ihnen wurde allerdings nichts über die (hohen) Kosten mitgeteilt und wer sie tragen muss. Sie fragen: "Was kann da noch auf uns zukommen?" |
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Aus einer Angehörigengruppe "Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll: Mein Sohn hat mich tätlich angegriffen, er wurde mit Notarzt und Polizei in die Klinik gebracht, doch die weigerten sich, ihn aufzunehmen. Da brachten sie ihn mir einfach wieder nach Hause." |
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Krisennotdienste / Krisenhilfe [ mehr ]
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Ambulante psychiatrische Pflege [ mehr ]
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Die Familien-Selbsthilfe Psychiatrie
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Wie sinnvoll, heilsam und entlastend die Teilnahme an einer Angehörigengruppe sein kann, davon war schon vielfach die Rede. Hier möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über Entwicklung und Struktur der Angehörigenbewegung in Deutschland geben. Das ist gar nicht so einfach, denn als echte "Bewegung von unten" ist sie vielgestaltig, bunt und alles andere als homogen.
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Aus einer Angehörigengruppe Ein Ehepaar hat große Probleme mit dem etwa 30jährigen Sohn, der ganz offensichtlich psychisch krank ist, sich aber für völlig gesund hält und Behandlung konsequent ablehnt. Die Eltern sind hilflos, denn wohin sie sich auch wenden, sagt man ihnen: "Er muss schon selbst kommen – sonst können wir nichts tun". |
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Aus einer Angehörigengruppe Ein Ehepaar lebt schon an die 30 Jahre mit seinem psychisch kranken Sohn zusammen – die Situation wird immer schwieriger, weil dieser zunehmend aggressiv ist und die Eltern alt und selbst hilfebedürftig sind. Sie lehnen aber Hilfe von außen ab mit dem Satz: "Uns kommt keiner ins Haus". |
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Aus einer Angehörigengruppe Eine junge Frau macht sich Sorgen um ihre Mutter, die schon lange nicht mehr aus dem Haus geht und zunehmend unter wahnhaften Verfolgungsängsten leidet. Der Hausarzt drückt ihr lediglich eine Überweisung zum Psychiater in die Hand – das lehnt die alte Dame kategorisch ab. |
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Eine Frage, die viele Angehörige bewegt: Was wird, wenn wir nicht mehr sind?
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Wer einen nahen Angehörigen hat, der für seine Versorgung auf die Leistung von Sozialhilfe angewiesen ist, sollte sich rechtzeitig darüber Gedanken machen, wie er im Falle des Todes ein etwa vorhandenes Vermögen (auch) diesem Angehörigen zukommen lassen kann, ohne dass der Sozialhilfeträger darauf zugreifen kann. In den meisten Fällen wird es sich bei dem Angehörigen um Söhne oder Töchter (im folgenden Juristendeutsch: Abkömmlinge) handeln. Mit dieser Grundkonstellation befasst sich der vorliegende Aufsatz in erster Linie. [ mehr ]
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Rechtsgrundlagen
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Im Folgenden geben wir stichwortartig Informationen und Hinweise zu rechtlichen Regelungen und Fragen, mit denen Angehörige immer wieder konfrontiert sind. Wir haben uns bemüht, verständlich zu sein und möglichst nur bundesweit einheitliche Regelungen zu nennen. Ausdrücklich weisen wir aber darauf hin, dass in Ihrem Bundesland möglicherweise einiges anders gehandhabt wird oder organisiert ist, als in diesem Überblick dargestellt.
Wenn Sie mehr zu rechtlichen Aspekten wissen möchten, verweisen wir auf die umfangreiche Literatur. Eine Auswahl finden Sie hier im Psychiatrienetz in der Rubrik "Bibliothek". Dort finden Sie auch das umfassende, aber verständlich geschriebene Buch "Psychisch Kranke im Recht", das im Balance-Verlag erschienen ist, und das wir besonders empfehlen möchten.
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Information und Einbeziehung von Angehörigen in Behandlung und Rehabilitation [ mehr ]
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Aus einer Angehörigengruppe Die Eltern einer psychisch kranken jungen Frau kümmern sich nicht nur um diese, sondern sorgen auch für das kleine Enkelkind, das bei ihnen lebt. Das Jugendamt nimmt ihnen ohne vorherige Absprache und Ankündigung das Kind weg und gibt es in eine fremde Familie. Die Großeltern sind verzweifelt und tief gekränkt. |
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Aus einer Angehörigengruppe Die Klinik hat für einen jungen Patienten die Bestellung einer Betreuung veranlasst und dabei die Mutter übergangen, die den Wunsch geäußert hatte, selbst die Betreuung zu übernehmen. Die Mutter fragt, ob ein solches Vorgehen in Ordnung ist. |
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Rechtliche Vertretung und Vollmachten [ mehr ]
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Aus einer Angehörigengruppe Eine Mutter sieht sich wiederholt körperlichen Angriffen ihres psychisch kranken Sohnes ausgesetzt, der auch ein Suchtproblem hat. Sie scheute sich bisher, die Polizei zu holen. Der Amtsrichter ließ sie mit den Worten abblitzen: "ich werde Ihnen doch nicht helfen, Ihren Sohn loszuwerden!" |
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Aus einer Angehörigengruppe Die entfernt wohnende Schwester einer psychisch kranken Frau versucht vergeblich, diese von unsinnigen Geldausgaben abzuhalten. Sie fragt, ob und wie man solche Geschäfte rückgängig machen kann. |
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Unterhaltspflicht: Heranziehung von Angehörigen [ mehr ]
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Hilfen für psychisch kranke und behinderte Menschen
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Für psychisch kranke und behinderte Menschen sieht das Sozialrecht eine Vielzahl von Hilfen vor, wobei ausdrücklich betont wird, dass den besonderen Bedürfnissen dieses Personenkreises Rechnung zu tragen ist (§ 27 Abs. 1 SGB V, § 10 Abs. 3 SGB IX). Das sozialrechtliche Gefüge mit den gesetzlichen Regelungen, dazugehörigen Verordnungen sowie Richtlinien und Empfehlungen ist jedoch insgesamt so komplex, dass nur Wenige einen Überblick über das gesamte System haben.
Ähnlich sieht es mit dem konkreten Hilfeangebot aus, das bezüglich der Verfügbarkeit von Einrichtungen und Diensten teilweise erhebliche regionale Unterschiede aufweist.
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Aus einer Angehörigengruppe Die Mutter einer psychisch kranken jungen Frau streitet mit der Krankenkasse um eine Reha-Maßnahme und über die Anrechnung des Kindergeldes als Einkommen der Tochter. |
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Bei Krankheit: Leistungen zur Krankenbehandlung [ mehr ]
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Bei (drohender) Behinderung: Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe [ mehr ]
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... Leistungen zur medizinischen Rehabilitation [ mehr ]
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Aus einer Angehörigengruppe Er ist immer noch sehr passiv und hat kaum Antrieb. Nun soll er in eine Werkstatt für Behinderte; sie verlangen aber Anwesenheit an fünf Tagen in der Woche; das kann er im Augenblick unmöglich leisten. |
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... Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (Berufliche Rehabilitation) [ mehr ]
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... Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft / "Persönliches Budget" [ mehr ]
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Hilfen und Nachteilsausgleiche [ mehr ]
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Hilfen bei Pflegebedürftigkeit [ mehr ]
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Sicherung des Lebensunterhalts [ mehr ]
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