Ambulante psychiatrische Pflege

Vorrangiges Ziel und Aufgabe der häuslichen Pflege für psychisch kranke Menschen ist die Vermeidung oder Verkürzung stationärer psychiatrischer Aufenthalte durch intensive Betreuung zu Hause in enger Abstimmung und Vernetzung mit den anderen sozialpsychiatrischen Hilfen vor Ort.

Zielgruppe sind chronisch psychisch kranke Menschen. Sie können vom Pflegedienst bis zu dreimal täglich zu Hause aufgesucht werden. Verordnet wird die ambulante psychiatrische Pflege vom niedergelassenen Nervenarzt, unter Umständen auch vom Allgemeinarzt.

Da die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen erst am 1.7.2005 in Kraft getreten sind und aufgrund unzulänglichen Ausführungsbestimmungen noch beträchtliche Lücken enthalten, nehmen bislang nur wenige Träger die Anstrengung und das Risiko auf sich, Pflegedienste einzurichten. Dort, wo die ambulante psychiatrische Pflege existiert und gut funktioniert, trägt sie beträchtlich zur Vermeidung oder Verkürzung stationärer psychiatrischer Behandlung bei.

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Klaus Obert: Dr. rer. Soc., Dipl.-Sozialpädagoge, Jg. 1953. Seit 1982 in Stuttgart tätig: Auf- und Ausbau Sozialpsychiatrischer Dienste sowie weiterer Bausteine des gemeindepsychiatrischen Verbunds und deren Koordination in der Praxis wie in der fachpolitischen Umsetzung.

Text von Klaus Obert aus BApK (Hg.): Mit psychisch Kranken leben. Rat und Hilfe für Angehörige. Balance buch + medien Verlag, 5. aktualisierte u. erweiterte Auflage 2014