Psychische Erkrankungen

Psychiatrische Diagnosen werden heute aufgrund internationaler Übereinkünfte gestellt, ohne dass damit etwas über die Ursachen der Krankheiten ausgesagt wird. Die Diagnosesysteme in den USA und Europa (diagnostisches und statistische Manual psychischer Störungen oder DSM, seit 1996 IV, Internationale Klassifikation von krankheiten der Weltgesundheitsorganisation, seit 1992 ICD-19) ordnen psychische Krankheiten nach ihrem Symptomen, d.h. sie beschreiben lediglich ihr Erscheinungsbild und machen keine Aussage über die Ursache einer Erkrankung.

Wenn man nicht weiß, mit welcher Erkrankung man es zu tun hat, kann man nicht damit umgehen. Aber manche Krankheitsbezeichnungen haben ihre eigenen Wirkungen. Sie sind wie ein Etikett. Wenn sie erst einmal ausgesprochen sind, lösen Diagnosen wie Krebs oder AIDS Angst und Schrecken aus. Für die Diagnose einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis gilt das in besonderem Maße. Die Verleugung einer solchen Diagnose stiftet jedoch schweren Schaden.

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Reden und überzeugen

"Ich glaube, wenn man was bewegen will, muss man das tun: reden und überzeugen", sagt Arno Deister, der ab November an der Spitze der DGPPN stehen wird. Im Interview verrät er die Ziele seiner Präsidentschaft. Gratisartikel in diesem Heft: "Opfer oder Täter?" von Paul-Otto Schmidt-Michel. [Link]