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Verortungen der Seele - Psychiatrie-Museen in Europa

Das über zweihundert Seiten starke, handliche Buch versammelt sage und schreibe weit über einhundert Einrichtungen, darunter allein dreiundsechzig Psychiatriemuseen, außerdem Gedenkstätten, Kunstsammlungen und -ausstellungen und dem Thema verwandte, meist eher kuriose Museen. Es gehört in jede gut sortierte Bibliothek oder besser noch in das Handgepäck für die nächsten Reise. [ mehr ]

Erlebte Sozialpsychiatrie

Aus einer sehr subjektiven Sicht beschreibt Jakob Christ Kindheit und Jugend in der Schweiz, die Lehrjahre als Psychiater in den USA, seine meist innovative Tätigkeit an unterschiedlichen psychiatrischen Institutionen, schließlich seine Rückkehr in die Schweiz. [ mehr ]

Tödliches Mitleid

Für Klaus Weise ist ist das Buch "Tödliches Mitleid" eines der wichtigsten Bücher. Er wünschte sich, "es würde für alle, die in der Psychiatrie tätig sind, zur Pflichtlektüre. Es kann helfen, die Psychiatrie zu humanisieren und die weißen Flecken auszufüllen, die Stigmatisierung, Kontroll- und Ausgrenzungsmechanismen in unserem professionellen Selbstverständnis immer noch sind." [ mehr ]

"Vernichten und Heilen" und "Deutsche Medizin im Dritten Reich"

1995 initiierten Angelika Ebbinghaus und Klaus Dörner eine ungewöhnliche Spendenaktion. Sie riefen alle deutschen Ärzte auf, die Veröffentlichung der Dokumente des Nürnberger Ärzteprozesses zu unterstützen. Fast 8000 Ärzte und Ärztinnen beteiligten sich an dem Vorhaben, und so konnte 1999 die Mikrofiche-Edition im K.G. Saur Verlag erscheinen. [ mehr ]

Lebensgeschichten von Opfern der nationalsozialistischen "Euthanasie"

Dieses Buch macht deutlich, welche individuellen Schicksale sich hinter der kollektiven Perspektive verbergen. Es leistet damit einen beachtlichen Beitrag gegen das Vergessen der Vernichtung psychisch Kranker und behinderter Menschen, die als Gruppe auch innerhalb der Opfer des Nationalsozialismus eine randständige und stigmatisierte Position einnehmen. [ mehr ]

Fundamentale Gebote der Sittlichkeit

Aus Anlass des 60. Jahrestages des Dresdner "Euthanasie"-Prozesses 1947 erarbeiteten die Gedenkstätten Pirna-Sonnenstein und Münchner Platz Dresden in Kooperation mit dem Sächsischen Psychiatriemuseum eine Ausstellung zu diesem bedeutendsten Verfahren zur rechtsstaatlichen Ahndung der nationalsozialistischen "Euthanasie"-Verbrechen in Ostdeutschland. [ mehr ]

"War da was?"

Wie viele Bücher wurden in den letzten zwanzig Jahren zur NS-Psychiatrie geschrieben? Wie viele zur Psychiatrie-Reform? Jetzt endlich füllt sich die Lücke zwischen diesen beiden Epochen, eine Lücke, die man bislang häufig übersprang mit der Frage: "War da was?" Aber darin lag vielleicht auch ein Stück Selbstgefälligkeit (nicht zuletzt in sozialpsychiatrischen Kreisen), nämlich die Vorgeschichte des Reformdenkens weit gehend zu ignorieren und den Beginn der Psychiatriekritik ausschließlich mit den eigenen Aufbruchsjahren gleichzusetzen. [ mehr ]

Ein König wird beseitigt

Thomas R. Müller empfiehlt das Buch über Ludwig II. von Bayern als eine ausgezeichnet lesbare und fachlich fundierte Abhandlung zu einem der meistdiskutierten und spektakulärsten Fälle der deutschen Psychiatriegeschichte. [ mehr ]

Der Arzt von Hartheim

Thomas Müller meint: "Auch äußerlich durch verschiedene Schrifttypen gekennzeichnet, werden die Kapitel, in denen die Autorin ihre persönliche Geschichte erzählt, mit Darstellungen der historischen Vorgänge in Hartheim kombiniert. Auf dieser zweiten Ebene schildert die Autorin die Tötungsmaschinerie." [ mehr ]

Sprich nicht drüber

Das Buch öffnet die Augen für die an psychisch kranken Menschen begangenen Verbrechen und für ihre Schwierigkeit, in den Jahrzehnten nach dem Krieg eine angemessene Rehabilitierung zu erfahren. Es enthält zahlreiche Originaldokumente und arbeitet detailreich einen Abschnitt der Psychiatriegeschichte insbesondere in Schleswig- Holstein und Hamburg auf. [ mehr ]

Personenlexikon zum Dritten Reich

Adolf-Grimme- und Geschwister-Scholl- Preisträger Ernst Klee, Lichtgestalt deutscher Vergangenheitsbewältigung, der sein Leben sozusagen unbehaust in den Dienst der Recherche und Aufdeckung deutscher Nazigräuel gestellt hat - mit besonderem Augenmerk auf die (Nachkriegs-)Karrieren der "Euthanasie"-Ärzte und der Juristen - legt nun sein Opus Magnus vor, ein Personen-Lexikon zum Dritten Reich, anhängig mit einem Begriffslexikon, einer genaueren Auflistung der SS-Ränge sowie weiterführenden Literaturhinweisen, was ich mir nicht nur in der Hand eines jeden Oberstufenschülers wünsche. [ mehr ]

Geschichte des Krankenhauses Hochweitzschen in Mittelsachsen

Besonders verdienstvoll, weil in der Psychiatriegeschichte bisher wenig berücksichtigt, sind jene Kapitel, die die jüngere Geschichte nach 1945 behandeln. Dabei wird deutlich, dass die Ausgangssituation im Jahr 1946 katastrophal gewesen ist. [ mehr ]

Tatkomplex NS-Euthanasie

»Tatkomplex NS-Euthanasie« ist eine Sammlung von Gerichtsurteilen. Sie betreffen deutsche Beschuldigte, die sich 1946 bis 1988 vor deutschen Gerichten wegen Tötungsdelikten in der Anstaltspsychiatrie zu verantworten hatten. Viele der Beschuldigten wurden als Täter verurteilt, einige in den ersten Nachkriegsjahren sogar zum Tode. Zu den 13 Todesurteilen aus den Jahren 1946 bis 1947 gehörte das gegen Professor Hermann Nitsche. Es hat auch eine Reihe von Freisprüchen gegeben. [ mehr ]

Verbrechensbekämpfung im Anstaltsstaat

Müller versteht seine Studie als Beitrag zur Medizingeschichte, die an neuere sozialgeschichtliche Arbeiten zur Expansion medizinischer Deutungsmacht ("Medikalisierung") anknüpft. Mit der Erforschung der "Schnittflächen zwischen psychiatrisch-kriminologischer Wissenschaft und der Praxis des Strafsystems" hat Müller einen Gegenstandsbereich in den historischen Blick genommen, dem bisher wenig Beachtung geschenkt wurde. Die gut zu lesende und spannende Studie schließt mit einem umfangreichen Quellen- und Literaturverzeichnis. [ mehr ]

Verwaltung des Krankenmordes

Das Buch stellt mit dem gelungenen Nachweis der aktiven Beteiligung von Verwaltungen an Krankenmord und Hungersterben einen Meilenstein in der Erforschung der NS-Psychiatrie dar und sollte zur genaueren Untersuchung der Verwaltungsstrukturen in den bereits identizierten Mord regionen der zweiten Phase der »Euthanasie« anregen. [ mehr ]

Geschichte der Psychiatrie

Den Autoren gelingt es, das Menschenbild in der Psychiatrie - von der Vergangenheit bis zur Gegenwart - aufzuspüren. Dabei setzen sie sich kritisch mit zahlreichen Schattenseiten und verhängnisvollen Irrwegen der Psychiatrie auseinander, ohne das Fach zu demontieren. Ein empfehlenswertes Buch für den Profi wie für den Laien. Bestens geeignet für jeden, der sich für die Geschichte der menschlichen Seele, ihrer Krankheiten und deren Behandlung interessiert. [ mehr ]

Die Landesanstalt Neuruppin in der NS-Zeit

Die Verflechtungen der Anstalt sind akribisch recherchiert und verständlich dargestellt. Den Verwaltungsstrukturen der Provinz Brandenburg und der Entwicklung der Neuruppiner Anstalt bis 1933 sind zwanzig Seiten gewidmet. Es folgt die Durchsetzung des Nationalsozialismus. [ mehr ]

Die Verfolgung „nicht arischer“ Ärzte in Hamburg 1933 bis 1945

Ein Viertel der Hamburger Ärzteschaft war dem rassistischen Vernichtungswillen der Nazis ausgesetzt. Die Historikerin Anna von Villiez spürte in ihrer Dissertation den Schicksalen von 432 verfolgten „nicht arischen“ Medizinern nach. Nun liegt ihre Arbeit auch in Buchform vor. [ mehr ]

Autobiografie eines Psychiaters

Erich Wulff, emeritierter Professor für Sozialpsychiatrie Hannover, hat nunmehr seine Autobiografie unter dem leicht ironischen Titel "Irrfahrten. Autobiografie eines Psychiaters" vorgelegt. Das Buch enthält keine spektakulären Enthüllungen, es bietet keine Abrechnungen mit der eigenen Biografie oder mit politischen Weggefährten. Wer solche Erwartungen hatte, kann das Buch ignorieren. Wer dagegen einen Lebensbericht erwartet, der sich um Offenheit und kritische Reflexion bemüht, und ein gut lesbares, interessantes Buch dazu - dem kann es sehr empfohlen werden. [ mehr ]

NS-Psychiatrie, Zwangssterilisierung und Widerstand

Die Filmemacher Robert Krieg und Monika Nolte, die Politikerin Brigitte Schumann, der Historiker Franz-Werner Kersting, die Ausstellungsgestalter Brigitte Diel und Harald Fieback, der Übersetzer Klaus Dillmann, die Soziologen Bernd Drücke und Volker Pade, sie alle tragen dazu bei, dass ein facettenreiches Mosaik und schließlich daraus auch ein ganzheitliches Bild entsteht, ein Dokument des Widerstands gegen das Vergessen. Unbedingt lesen! [ mehr ]